Zhong-nan 終南
Dynasty: Zhou 周 (1045 BC–256 BC)
Included in: Ruan Yuan 阮元 (ed.). Mao shi zheng yi 毛詩正義, Shi san jing zhu shu 十三經注疏 2. Taipei: Yee Wen Publishing Co., Ltd., 2001. 242f.
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Johann Cramer : Königliches Loblied
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Der Berg Tschong-Nan, was trägt er? Die Bäume Mei und Tsiao; Auch vieles Buschwerk hegt er, Geschmücket ist er so. Wie stattlich sieht der König aus Im buntgewebten Oberkleid, Und drunter Zobel schaut heraus. Es glänzet Lipp- und Wangenpaar Als sei's belegt mit Schminken gar; Als König strahlt er weit und breit. Der Berg Tschong-Nan, was trägt er? Er trägt bebuschte Augenbraun, Und auf dem Haupte hegt er Die Stelle, kahl zu schaun. Wie schwang sich doch der König auf In feinem schönen Siegeslauf! Wie schmückt das reichgestickte Kleid, Wie tönen gar so schön ting tang Die Edelsteine, lebe er Mit seinen edeln Söhnen lang!–
in: Cramer, Johann (ed.). Schi-King, oder Chinesische Lieder, gesammelt von Confucius. Neu und frei nach A. La Charme's lateinischer Übersetzung bearbeitet. Fürs deutsche Volk hg. von Johann Cramer, Das himmlische Reich. Oder China's Leben, Denken, Dichten und Geschichte, 4 vols. Crefeld: Verlag der J. H. Funcke'schen Buchhandlung, 1844. p. 98. -
Heide Köser : Auf dem Berg Dschung-nan
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in: Köser, Heide and Hetzer, Armin. Das Liederbuch der Chinesen. Guofeng. Frankfurt a. M.: Insel Verlag, 1990. p. 108f. -
Friedrich Rückert (1788–1866): Loblied
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Was trägt der Berg Tschong-Nan? Die Bäume Tsiao und Wei; Mit Buschwerk mancherlei Sein Leib ist angethan. Der König hat sich hoch erhoben, Sein Oberkleid ist bunt gewoben, Und Zobelpelz legt er darunter an. Sein Mund und seine Wangen blinken, Als seyen sie belegt mit Schminken; Ich seh' ihn königlich zur Rechten und zur Linken. Was trägt der Berg Tschong-Nan? Gebüschte Augenbrau'n, Und auf dem Haupt zu schau'n Ist ihm ein weiter Plan. Der König hat sich aufgeschwungen, Und jeder Sieg ist ihm gelungen; Wohl steht das reichgestickte Kleid ihm an. Die Edelsteine hört man schönen Tingtang an seiner Seite tönen; Auf ewig leb' er samt den edlen Söhnen!–
in: Rückert, Friedrich. Schi-king. Chinesisches Liederbuch, gesammelt von Confucius, dem Deutschen angeeignet von Friedrich Rückert. Altona: J. F. Hammerich, 1833. p. 140f. -
Victor von Strauß (1809–1899): Der Landesherr kehrt mit erhöhtem Range vom Kaiserhof zurück
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Was giebt es auf dem Berg Dschung-nan? Viel Fichten, manchen Pflaumenbaum. Der hohe Herr ist angelangt Im bunten Kleid mit Fuchsfellsaum, Von Angesicht wie Scharlach roth. Das ist ein Fürst, wie Einer kaum! Was giebt es aus dem Berg Dschung-nan? Viel Gipfel, manchen Weidegang. Der hohe Herr ist angelangt Im Kleid, gestickt nach seinem Rang; Sein Gurtgestein giebt hellen Klang. Er lebe lang und ohn' Vergang!–
in: Strauß, Victor von. Schi-king. Das kanonische Liederbuch der Chinesen. Heidelberg: Carl Winter's Universitätsbuchhandlung, 1880. p. 213.
終南何有,有條有梅。 君子至止,錦衣狐裘。 顏如渥丹,其君也哉。 終南何有,有紀有堂。 君子至止,黻衣繡裳。 佩玉將將,壽考不亡。