Zhu gan 竹竿
Dynasty: Zhou 周 (1045 BC–256 BC)
Included in: Ruan Yuan 阮元 (ed.). Mao shi zheng yi 毛詩正義, Shi san jing zhu shu 十三經注疏 2. Taipei: Yee Wen Publishing Co., Ltd., 2001. 137.
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Johann Cramer : Am Ufer
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Der Fischer sitzt am Flusse Ki, Er angelt, dass er Fische fange. Wie denk' ich dein sehnsüchtig hie, Doch dass zu dir ich hingelange, Bist du zu fern, ich kann zu dir nicht gehn. Der Fischer sitzt am Flusse Ki, Ins Netz die Fische sind gegangen. Mein Angeln, ach, gelingt mir nie, Und jeder Wunsch bleibt schweben und hangen; Du bist zu fern, kann dich nicht zu mir ziehn. Die Flut rollt hin im Flusse Ki, Man fertigt Ruder wohl aus Fichten, Aus Tannen Schiffe machen sie; Führt mich hinweg ein Schiff? mit nichten! Am Ufer wandl' ich und verlang' umsonst.–
in: Cramer, Johann (ed.). Schi-King, oder Chinesische Lieder, gesammelt von Confucius. Neu und frei nach A. La Charme's lateinischer Übersetzung bearbeitet. Fürs deutsche Volk hg. von Johann Cramer, Das himmlische Reich. Oder China's Leben, Denken, Dichten und Geschichte, 4 vols. Crefeld: Verlag der J. H. Funcke'schen Buchhandlung, 1844. p. 52. -
Heide Köser : Bambusruten
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in: Köser, Heide and Hetzer, Armin. Das Liederbuch der Chinesen. Guofeng. Frankfurt a. M.: Insel Verlag, 1990. p. 56. -
Ernst Meier (1813–1866): Sehnsucht nach der Heimat [Ausz.]
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Eine schlanke Angelruthe Braucht im Flusse Ki der Fischer. O, wie sollt' ich dein nicht denken? Aber du bist ferne, ferne Und ich darf zu dir nicht kommen. Eine Quelle liegt zur Linken, Ki der Fluss, der liegt zur Rechten; Lächelnd zeigt er weiße Zähne, Wollt daher in Prachtgewanden, Reich behängt mit Edelsteinen. Ki der Fluss wälzt seine Wogen; Wohl aus Tannen macht man Schiffe Und aus Fichten Ruderstangen. Ich geh' aus, um zu spazieren, Ob ich mich erheitern könnte.–
in: Meier, Ernst. Morgenländische Anthologie. Klassische Dichtungen aus der sinesischen, indischen, persischen und hebräischen Literatur. Leipzig: Verlag des Bibliographischen Instituts, 1875. p. 22f. -
Friedrich Rückert (1788–1866): Am Stromufer
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Am Flusse Ki der Fischer sitzt, Er angelt und wird Fische fangen. Mit Sehnsucht denk' ich deiner itzt, Hinüber kann ich nicht gelangen, Dir nach kann ich nicht gehn, du bist zu fern gegangen. Der Fischer sitzt am Strome Ki, Die Fische sind in's Netz gegangen; Doch meine Angeln halten nie, Und jeder Wunsch bleibt ungefangen: Dich kann ich her nicht ziehn, du bist mir ganz entgangen. Der Strom Ki rollet seine Flut. Aus Fichten macht man Ruderstangen, Aus Tannen macht man Schiffe gut; Doch kommt kein Schiff, mich zu empfangen: Am Ufer wandl' ich hin, und tausche mein Verlangen.–
in: Rückert, Friedrich. Schi-king. Chinesisches Liederbuch, gesammelt von Confucius, dem Deutschen angeeignet von Friedrich Rückert. Altona: J. F. Hammerich, 1833. p. 78f. -
Victor von Strauß (1809–1899): Sehnsucht der fernhin Vermählten nach Wei
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Schlanke, schwanke Bambusruthen, Damit angeln sie im Khi. Sollt' ich euer nicht gedenken? Doch ich Ferne treff' euch nie. Rauscht der Sprudelquell zur Linken, Strömt zur Rechten dort der Khi. Zieht ein Mägdtlein seines Weges, Vater, Mutter, Brüder lässet sie. Strömt zur Rechten dort der Khi, Rauscht der Sprudelquell zur Linken; Zähn' aus schlauem Lächeln blinken, Edelsteingehänge klinken. Auf des Khistroms Wogenbahn – Zedernruder, Fichtenkahn – Könnt' ich fahren und ihm nahn, Grames Lindrung zu empfahn!–
in: Strauß, Victor von. Schi-king. Das kanonische Liederbuch der Chinesen. Heidelberg: Carl Winter's Universitätsbuchhandlung, 1880. p. 136.
籊籊竹竿,以釣于淇。 豈不爾思,遠莫致之。 泉源在左,淇水在右。 女子有行,遠兄弟父母。 淇水在右,泉源在左。 巧笑之瑳,佩玉之儺。 淇水滺滺,檜楫松舟。 駕言出遊,以寫我憂。