Not determined 未定
by Su Shi 蘇軾 (1037–1101)
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Hans Heilmann (1859–1930): Der Kormoran
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Einsam und unbeweglich steht und sinnt der Kormoran am herbstlichen Ufer des Flusses, und sein rundes Auge folgt dem Lauf der Wässer. Manchmal naht ein Mensch, dann entfernt sich der Kormoran, langsam, das Haupt wiegend; Aber hinter den Blättern lugt er dem Störenden nach, um, wenn er vorbeigegangen, wieder in das einförmige Wogen des Stromes zu schauen. Und in der Nacht, wenn der Mond auf den Wellen erglänzt, sinnt der Kormoran, auf einem Fuß im Wasser stehend. So verfolgt der Mensch, der eine große Liebe im Herzen hat, immer das Auf- und Abwogen eines und desselben Gedankens.–
in: Heilmann, Hans. Chinesische Lyrik vom 12. Jahrhundert v. Chr. bis zur Gegenwart, Die Fruchtschale. München, Leipzig: R. Piper & Co., 1905. p. 93-94. –
in: Zoozmann, Richard. Amors Possenspiel. Der "Unartigen Musenkinder" Neue Folge. Liebesgedichte und Schelmenstücke aus allen Zeiten und Zonen. Leipzig: Hesse & Becker Verlag, 1920. p. 20.