Quan shui 泉水
Dynasty: Zhou 周 (1045 BC–256 BC)
Included in: Ruan Yuan 阮元 (ed.). Mao shi zheng yi 毛詩正義, Shi san jing zhu shu 十三經注疏 2. Taipei: Yee Wen Publishing Co., Ltd., 2001. 101-103.
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Johann Cramer : Heimweh der Fürstin
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An das Land von Wei, da wo der Bach Tsüm-Schui fließet in den Strom, Denkt mein Herz, den Theuren nach; Wenn mein Aug' im Traum sich schließt, Die so nah ihr meinem Herzen steht, O, ihr wißt, warum ich traurig bin. Von den Aeltern führte man mich weg, Daß ich mich der Ehe sollte freun; Sollte mich's nicht rühren, daß ich nun Nicht die Schwestern, nicht Freundinnen seh', Heute nicht und gestern nicht, wie sonst; Fraget nicht, was mich so traurig macht. O, ihr, Weisen, gebt mir einen Rath, Machet einen Plan zur Reise; seht Schnelle Rosse trugen uns bis Kan. Salbt die Räder, und die Pferde schnell Sei'n gefüttert, wenn nach Wei wir ziehn, Wer steht zum Empfange dann bereit? Ach, ich denk' allnächtlich an den Quell Foni-Tsuen, mein Geist enteilt Nach dem Berge Tsao, werd' ich wach. Helft und sinnet mir ein Mittel aus, Liebe, gute Dienerinnen, daß Ich den Schmerz des Herzens kühlen mag!–
in: Cramer, Johann (ed.). Schi-King, oder Chinesische Lieder, gesammelt von Confucius. Neu und frei nach A. La Charme's lateinischer Übersetzung bearbeitet. Fürs deutsche Volk hg. von Johann Cramer, Das himmlische Reich. Oder China's Leben, Denken, Dichten und Geschichte, 4 vols. Crefeld: Verlag der J. H. Funcke'schen Buchhandlung, 1844. p. 33f. -
Jochen Kandel : Quellwasser
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in: Kandel, Jochen. Sinesisches Liebesbrevier. Gedichte aus dem alten China. Würzburg: Selbstverlag, 1995. p. 36f. -
Heide Köser : Quellwasser
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in: Köser, Heide and Hetzer, Armin. Das Liederbuch der Chinesen. Guofeng. Frankfurt a. M.: Insel Verlag, 1990. p. 37f. -
Friedrich Rückert (1788–1866): Der Fürstin Heimweh
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Wo der Bach Tsüen-Schui die Fluten In den Strom von Ki ergießt, An das Land von Wei, ihr Guten, Denkt mein Herz noch, wann sich schließt Nachts mein Aug', in jedem Traume Flieg' ich heim aus diesem Raume; Die ihr mein Vertraun genießt, Wißt woher mein Trauern fließt. Von den Eltern, ihr Getreuen, Ward ich weit hinweg geführt, Neuen Ehbunds mich zu freuen; Sollt' ich bleiben ungerührt? Meine Freundinnen und Schwestern Hab' ich heute nicht und gestern Nicht gesehn, wie sichs gebührt; Fragt nicht, was mein Sehnen schürt! Gebt mir einen Rath, ihr Klugen, Macht mir einen Reiseplan! – Seht! beschwingte Rosse trugen Schon uns bis zum Orte Kan. Laßt uns schnell die Achsen salben, Gebt ihr Futter schnell den' Falben! Wenn wir dann nach Wei hinan Lenken, wer wird uns empfahn? An dem Quell Foei-Tsüen verweilt Mein Gedanke jede Nacht; Und zum Berg von Tsao enteilet Stets mein Geist, wann er erwacht. Meine treuen Dienerinnen, Helft ein Mittel mir ersinnen, Das den Schmerz erkühlen macht, Den das Herz hat angefacht.–
in: Rückert, Friedrich. Schi-king. Chinesisches Liederbuch, gesammelt von Confucius, dem Deutschen angeeignet von Friedrich Rückert. Altona: J. F. Hammerich, 1833. p. 53f. -
Victor von Strauß (1809–1899): Sehnsucht einer in der Ferne vermählten Fürstentochter von Wei nach ihrer Heimat
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Da sprudelt auf das Quellenwasser Und fließt hinunter nach dem Khi. Mein ganz Verlangen ist nach Wei, Kein Tag, daß mich's dahin nicht zieh'. Gar liebe Basen hab' ich hie; Wol in Berathung nehm' ich sie. Beim Fortgehn nachtet' ich in Tsi, Ich hielt das Abschiedsmahl in Ni. Die Tochter, die von dannen ziehet, Von Vater, Mutter, Brüdern scheidet die. Nur nach den Muhmen will ich fragen, Nach ältern Schwestern dann auf sie. Beim Fortgehn nacht' ich dann in Kan, Ich halt' ein Abschiedsmahl in Jan. Ich lasse Fett den Achsen geben, Den Wagen wenden, vorwärtsstreben, Und hab' mich bald nach Wei begeben. – Ein Unrecht wär' es doch nicht eben? Mir liegt der Fei-thsüan im Sinn, Ihm send' ich stets mein Seufzen hin. Nach Siu und Tsao ist mein Begehr, Da ist mein Herz, so sehr, so sehr! – Fahr' ich nur aus, und hin und her, Zu mildern meines Grams Beschwer!–
in: Strauß, Victor von. Schi-king. Das kanonische Liederbuch der Chinesen. Heidelberg: Carl Winter's Universitätsbuchhandlung, 1880. p. 109f. -
Peter Weber-Schäfer (1935–2019): Hochzeitslieder, 4. "Brausende Wasser der Quelle"
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in: Weber-Schäfer, Peter. Altchinesische Hymnen aus dem 'Buch der Lieder' und den 'Gesängen von Ch'u'. Köln: Verlag Jakob Hegner, 1967. p. 175f.
毖彼泉水,亦流于淇。 有懷于衛,靡日不思。 孌彼諸姬,聊與之謀。 出宿于泲,飲餞于禰。 女子有行,遠父母兄弟。 問我諸姑,遂及伯姊。 出宿于干,飲餞于言。 載脂載舝,還車言邁。 遄臻于衛,不瑕有害。 我思肥泉,茲之永歎。 思須與漕,我心悠悠。 駕言出遊,以寫我憂。