Gu feng "Xi xi gu feng, yi yin yi yu" 谷風 "習習谷風,以陰以雨"

by Anonymous (Shijing)

Dynasty: Zhou 周 (1045 BC–256 BC)

Included in: Ruan Yuan 阮元 (ed.). Mao shi zheng yi 毛詩正義, Shi san jing zhu shu 十三經注疏 2. Taipei: Yee Wen Publishing Co., Ltd., 2001. 89-92.

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  • Johann Cramer : Pflanze und Weib
    Die Pflanze Fong bricht man ab, Die Wurzel in der Erde bleibt, Fällt Thau und Regen drauf herab, Die Pflanz' auf's neue Sprossen treibt. So auch ein treues Weib; Wie kummervoll ihr Herz, Den Gatten doch verläßt sie nicht, Und heiter ist ihr Angesicht, Ihn aufzumuntern tief im Schmerz.

    in: Cramer, Johann (ed.). Schi-King, oder Chinesische Lieder, gesammelt von Confucius. Neu und frei nach A. La Charme's lateinischer Übersetzung bearbeitet. Fürs deutsche Volk hg. von Johann Cramer, Das himmlische Reich. Oder China's Leben, Denken, Dichten und Geschichte, 4 vols. Crefeld: Verlag der J. H. Funcke'schen Buchhandlung, 1844. p. 30f.
    in: Jolowicz, Heinrich (ed.). Der poetische Orient. Leipzig: Verlag von Otto Wigand, 1853. p. 15.
    Translation based on the first two stanzas of the poem.
  • Johann Cramer : Süße Rache einer Verstoßenen
    Süße Früchte für den Winter Hatt' ich eingemacht; Mehre noch wollt' ich bereiten, Aber ohne Kraft Mich verstoßen hast, Eh' du noch genossen Meine süße Frucht. Eine andre jetzt du freiest, Bist von ihr entzückt, Wandelbar auch sind wohl Bräute; Kommt heran Winter dann, Magst vielleicht du missen Meine süße Frucht.

    in: Cramer, Johann (ed.). Schi-King, oder Chinesische Lieder, gesammelt von Confucius. Neu und frei nach A. La Charme's lateinischer Übersetzung bearbeitet. Fürs deutsche Volk hg. von Johann Cramer, Das himmlische Reich. Oder China's Leben, Denken, Dichten und Geschichte, 4 vols. Crefeld: Verlag der J. H. Funcke'schen Buchhandlung, 1844. p. 32.
    Translation based on the last stanza of the original poem.
  • Albert Ehrenstein (1886–1950): Flüchtig ist der Lenz der Bräute
    in: Ehrenstein, Albert. Chinesische Dichtungen. Lyrik, Werke. München: Klaus Boer Verlag, 1995. p. 41.
    Translation is an excerpt based on the final stanza of the original poem.
  • Albert Ehrenstein (1886–1950): Die Helferin
    in: Ehrenstein, Albert. Chinesische Dichtungen. Lyrik, Werke. München: Klaus Boer Verlag, 1995. p. 41.
    Translation based on stanzas 4 and 5 of the original poem.
  • Albert Ehrenstein (1886–1950): Verstossen
    in: Ehrenstein, Albert. Chinesische Dichtungen. Lyrik, Werke. München: Klaus Boer Verlag, 1995. p. 42.
    Translation based on the first three out of six stanzas of the original poem.
  • Jochen Kandel : Ostwind
    in: Kandel, Jochen. Sinesisches Liebesbrevier. Gedichte aus dem alten China. Würzburg: Selbstverlag, 1995. p. 34f.
  • Heide Köser : Talwind
    in: Köser, Heide and Hetzer, Armin. Das Liederbuch der Chinesen. Guofeng. Frankfurt a. M.: Insel Verlag, 1990. p. 34f.
  • Elisabeth Oehler-Heimerdinger (1884–1955): Verstossen
    Wenn laute Winde wehn, Kommt bald ein milder Regen. Laß uns zusammen gehn Und alten Groll nicht hegen! Mag ob der Wurzel bloß Das Senfkraut man verderben? Mein Ruf ist tadellos, Drum laß bei dir mich sterben! Langsam schleich ich den Weg, Mit innrem Widerstreben. Nicht von der Schwelle weg Magst du Geleit mir geben. O wie das Wermutskraut Sich mir in süßes wandte! Du feierst mit der Braut, Als wärt ihr Altbekannte. Des klaren Stromes Flut Trübt noch des gelben Farbe, Du feierst hochgemut, Derweil ich einsam darbe. - Kreuz nicht mehr meinen Pfad, Von meinem Netz die Hände! Fiel ich aus seiner Gnad, Was kümmert dich mein Ende? - Durch tiefe Wasserflut War ich zu dir gekommen Und hatte voller Mut Den seichten Strom durchschwommen. Ob Überfluß, ob Not, Ich sorgte stets zum besten. Wo eingekehrt der Tod, Da eilte ich zu trösten. Entziehst mir Lieb und Pfleg, Daß ich nur Haß erfahre, Stößt meine Dienste weg Wie eine schlechte Ware. Einst war die Armut nah, Mit dir wollt ich sie leiden. Jetzt, wo der Reichtum da, Willst du wie Gift mich meiden! Ich hab gepflanzt das Kraut, Gefüllt die Vorratskammer, Du feierst mit der Braut, Ich war dir recht im Jammer. Wie zürnst du mir so sehr Und läßt den Unmut kochen. Du denkst ja längst nicht mehr An unsre ersten Wochen.

    in: Oehler-Heimerdinger, Elisabeth. Das Frauenherz. Chinesische Lieder aus drei Jahrtausenden. Leipzig: Union Deutsche Verlagsgesellschaft, 1925. p. 45f.
  • Friedrich Rückert (1788–1866): Für den Winter Süßigkeiten
    in: Korth, Michael (ed.). Schöner Jüngling, mich lüstet Dein. Liebesgedichte von Frauen. Frankfurt a. M.: Eichborn Verlag, 1988. p. 164.
    Translation based on an excerpt of the final stanza of the original poem.
  • Friedrich Rückert (1788–1866): Pflanzentreue
    Man bricht die Pflanze Fong und läßt Die Wurzel in der Erden; Und wie sie Thau und Regen näßt, Wird neu die Pflanze werden. Ein treues Weib, wie Kummer auch das Herz ihr preßt, Doch ihren Gatten nie verläßt, In Sorgen und Beschwerden Ist sie bemüht sich freundlich zu geberden.

    in: Rückert, Friedrich. Schi-king. Chinesisches Liederbuch. Altona: J. F. Hammerich, 1833. p. 49.
    in: Schmidt, Ferdinand (ed.). Frühling und Liebe. Eine Auslese von Gedichten aller Zeiten und Völker. Berlin: 1851.
    in: Oehlke, Waldemar. Chinesische Lyrik und Sprichwörter. Bremen-Horn: Walter Dorn-Verlag, 1952. p. 24.
    in: Fetzer, Dorothee. Weisheiten des fernen Ostens. Bindlach: Gondrom Verlag, 1997. p. 79.
    Translation based on the first two stanzas of the original poem.
  • Friedrich Rückert (1788–1866): Die Verstoßene
    Langsam geh' ich, und die Seele weigert sich Mitzugehn, wohin die Füße schreiten. Bis zur Pfort' am Haus hat er begleitet mich, Weitern Wegs mocht' er mich nicht begleiten. Warum sagst du, bitter sei die Pflanze Tu, Weil die Pflanze Tsi dir süßer scheint? Eine andre nun statt meiner freiest du; Also lachet heut, die morgen weinet. Wo sich Kiang der Fluß vermählt dem Flusse Wei, Werden ihre beider Wasser trübe; Aber eure EinTracht ungetrübet sei, Ob mein Jammer auch das Grab mir grübe. Die du jetzo, wie du einst mich liebtest, liebst, Mögest du nicht einst wie mich sie hassen! Und um deretwillen du mich von dir triebst, Müsse sie nicht auch dich so verlassen! Siehe, nun geworden bin ich dir zu Gift, Da ich einst gewesen deine Labe. Da du mich geweidet einst auf deiner Trift, Treibest du mich weg jetzt mit dem Stabe. Dürfte meine Liebe feil sich bieten da, Wo für sie zu Haus ist kein Abnehmer? Da ihr Bestes sie von dir verschmähet sah, Zog sie ab wie ein verlegner Krämer. Manchem Armen half ich, wie zu helfen war, Und nun bin ich ärmer als alle. Müßig mehrt' ich niemals die vergnügte Schar, Ferne blieb ich keinem Trauerfalle. Über breite Wasser fuhr ich mit dem Kahn, Über schmale schritt ich mit dem Fuße. Konnt' ich oder nicht, die Kräfte setzt' ich dran, Half, doch wenigstens mit Trost und Gruße. Wohl vermissen wird mich deine Nachbarschaft, Wenn du auch nicht missest mich im Hause. Und ich fehle dir vielleicht in Not und Haft, Wenn ich dir nicht fehle bei dem Schmause.

    in: Jolowicz, Heinrich (ed.). Der poetische Orient. Leipzig: Verlag von Otto Wigand, 1853. p. 15.
    in: Jolowicz, Heinrich. Blüthenkranz morgenländischer Dichtung. Breislau: Verlag von Eduard Trewendt, 1860.
    in: Oehlke, Waldemar. Chinesische Lyrik und Sprichwörter. Bremen-Horn: Walter Dorn-Verlag, 1952. p. 20f.
    Translation based on the second to sixth stanza of the original poem.
  • Victor von Strauß (1809–1899): No title ("Ich hatte Köstliches gespeichert")
    Ich hatte Köstliches gespeichert, Zu sorgen für die Winterzeit. Du schmausest mit der Neuvermählten, Ich war nur für die Dürftigkeit. Du schäumtest, brausest ohne Scham, Und überläßt mich nun dem Gram, Uneingedenk des, was vergangen, Und was ich dir zu leisten kam.

    in: Fink-Henseler, Roland W. (ed.). Brevier fernöstlicher Weisheit. Sprichwörter, Aphorismen und Gedichte aus Japan und China. Bayreuth: Gondrom Verlag, 1984. p. 88.
    Translation based on the final stanza of the original poem.
  • Victor von Strauß (1809–1899): Klage der Verstoßenen
    Des Ostens sanfter Windeshauch Bringt Dunkel, bringt des Regens Born. Nach Herzenseinheit soll man trachten, Und nicht geziemend ist der Zorn. Die Ampfer und Kohlraben wollen, Beachten nicht die Wurzelknollen. Blieb unverletzt mein guter Ruf, Hätt' ich bei dir auch bleiben sollen. Ich ging des Wegs gar zögerlich, Mein ganzes Innres sträubte sich. Es war nicht weit, nur wenig Schritte, Daß du geführt zur Schwelle mich. Wer nennet noch die Raute bitter? So süß wie Eppich ist sie jetzt. Du schmausest mit der Neuvermählten, Wie Bruder sich mit Bruder letzt. Der Kingfluß macht den Weistrom trübe, Vor Inseln fließt er klar und rein. Du schmausest mit der Neuvermählten, Ich soll die Reine nicht mehr sein. Tritt nicht heran auf meine Dämme, Zieh' meine Reusen dir nicht her! – Doch meiner wird ja nicht geachtet – Was kümmert mich die Zukunft mehr? Wenn ich vor Wassertiefen kam, Hab' ich ein Floß, ein Boot genommen, Wenn ich vor seichte Wasser kam, Bin ich gewatet und geschwommen. Ob wir besaßen, ob gebrach, Ich mühte mich, um zu bekommen, Traf irgendwen ein Trauerfall, Ich kroch dahin, um ihm zu frommen. Nun hältst du dich der Lieb' entbunden, Ja, siehest mich an als dir feind erfunden. Da meine Güte du verschmähst, Bin ich ein Kaufmann ohne Kunden. Einst sorgt' ich angstvoll mich um's Nöth'ge bleich, Versank in Noth mit dir zugleich; Nun kannst du leben, bist du reich, Und ich bin dir dem Gifte gleich. Ich hatte Köstliches gespeichert, Zu sorgen für die Winterzeit. Du schmausest mit der Neuvermählten, Ich war nur für die Dürftigkeit. Du schäumtest, brausest ohne Scham, Und überläßt mich nun dem Gram, Uneingedenk des, was vergangen Und was ich dir zu leisten kam.

    in: Strauß, Victor von. Schi-king. Das kanonische Liederbuch der Chinesen. Heidelberg: Carl Winter's Universitätsbuchhandlung, 1880. p. 104f.
    in: Oehlke, Waldemar. Chinesische Lyrik und Sprichwörter. Bremen-Horn: Walter Dorn-Verlag, 1952. p. 36.

習習谷風,以陰以雨。 黽勉同心,不宜有怒。 采葑采菲,無以下體。 德音莫違,及爾同死。 行道遲遲,中心有違。 不遠伊邇,薄送我畿。 誰謂荼苦,其甘如薺。 宴爾新昏,如兄如弟。 涇以渭濁,湜湜其沚。 宴爾新昏,不我屑以。 毋逝我梁,毋發我笱。 我躬不閱,遑恤我後。 就其深矣,方之舟之。 就其淺矣,泳之游之。 何有何亡,黽勉求之。 凡民有喪,匍匐救之。 不我能慉,反以我為讎。 既阻我德,賈用不售。 昔育恐育鞫,及爾顛覆。 既生既育,比予于毒。 我有旨蓄,亦以御冬。 宴爾新昏,以我御窮。 有洸有潰,既詒我肄。 不念昔者,伊余來塈。