著
Anonymous (Shijing)
俟我於著乎而。充耳以素乎而。尚之以瓊華乎而。
俟我於庭乎而。充耳以青乎而。尚之以瓊瑩乎而。
俟我於堂乎而。充耳以黃乎而。尚之以瓊英乎而。
Aufnahme der Braut Johann Cramer
— in: Cramer, Johann (ed.). Schi-King, oder Chinesische Lieder, gesammelt von Confucius. Neu und frei nach A. La Charme's lateinischer Übersetzung bearbeitet. Fürs deutsche Volk hg. von Johann Cramer, Das himmlische Reich. Oder China's Leben, Denken, Dichten und Geschichte, 4 vols. Crefeld: Verlag der J. H. Funcke'schen Buchhandlung, 1844. p. 72.
An meines Hauses Pforten
Nahm er mich in Empfang,
Dem ein weiß seidnes Tuch sich
Um seine Schläfe schlang;
Kiong-Hoa, der Edelstein,
Der hing um ihn mit klarem Schein,
Und gab auch hellen Klang.
An seines Hauses Pforten
Nahm er mich in Empfang,
Dem ein schwarz seidnes Tuch sich
Um feine Schläfe schlang;
Kiong-Jong, der Edelstein,
Der hing um ihn mit mildem Schein,
Und gab auch sanften Klang.
Und in der Hochzeitkammer
Nahm er mich in Empfang,
Dem ein gelbseidnes Tuch sich
Um seine Schläfe schlang;
Und Kiong-Ing, der Edelstein,
Der hing um ihn mit frohem Schein
Und gab auch muntern Klang.
Empfang der Braut Friedrich Rückert (1788–1866)
— in: Rückert, Friedrich. Schi-king. Chinesisches Liederbuch, gesammelt von Confucius, dem Deutschen angeeignet von Friedrich Rückert. Altona: J. F. Hammerich, 1833. p. 104f.
An der Pforte meines Hauses
Stand er, nahm mich in Empfang,
Dem sich um die Schläf' ein krauses
Tuch von weißer Seide schlang;
Und Kiong-Hoa, die Edelsteine,
Schwebeten mit hellem Scheine
Um ihn und mit hellem Klang.
An der Pforte seines Hauses
Stand er, nahm mich in Empfang,
Dem sich um die Schläf' ein krauses
Tuch von schwarzer Seide schlang;
Und Kiong-Jong, die Edelsteine,
Schwebeten mit sanftem Scheine
Um ihn und mit sanftem Klang.
Im Gemach des Hochzeitschmauses
Stand er, nahm mich in Empfang,
Dem sich um die Schläf' ein krauses
Tuch von gelber Seite schlang;
Und Kiong-Ing, die Edelsteine,
Schwebeten mit frohem Scheine
Um ihn und mit lautem Klang.
Brautempfang Victor von Strauß (1809–1899)
— in: Strauß, Victor von. Schi-king. Das kanonische Liederbuch der Chinesen. Heidelberg: Carl Winter's Universitätsbuchhandlung, 1880. p. 177.
Er harrte meiner an dem Vorderthor, ahi!
Der Schnurbehang war weiß bei seinem Ohr, ahi!
Und an ihm blinkten bunte Edelstein' hervor, ahi!
Er harrte meiner in dem Mittelsaal, ahi!
Sein Schurbehang beim Ohr war grün zumal, ahi!
Und an ihm blinkte rother Edelsteine Strahl, ahi!
Er harrte mein im inneren Gemach, ahi!
Sein Schurbehang beim Ohr war gelb darnach, ahi!
Dran blinkten grüne Edelsteine mannigfach, ahi!