丘中有麻
Anonymous (Shijing)
丘中有麻,彼留子嗟 。
彼留子嗟,將其來施施。
丘中有麥,彼留子國。
彼留子國,將其來食。
丘中有李,彼留之子。
彼留之子,貽我佩玖。
Die erwartende Gattin Johann Cramer
— in: Cramer, Johann (ed.). Schi-King, oder Chinesische Lieder, gesammelt von Confucius. Neu und frei nach A. La Charme's lateinischer Übersetzung bearbeitet. Fürs deutsche Volk hg. von Johann Cramer, Das himmlische Reich. Oder China's Leben, Denken, Dichten und Geschichte, 4 vols. Crefeld: Verlag der J. H. Funcke'schen Buchhandlung, 1844. p. 58f.
Tsen-Kun, wer hält dich von mir fern?
Wohl mit Gewalt, du bleibst ja sonst nicht gern;
Denn hielten sie dich nicht zurück,
Tsen-Kun, so kämst du ja zu mir,
Das Schwert, das nähm' ich dir,
Wir freuten spielend uns in unserm Glück.
Tsen-Kun, sag an, wer dich verweilt,
Sonst wärst du ja nach Haus geeilt,
Wohin du sehr verlangst;
Tsen-Kun, bei ihnen weile nicht!
Ich mache dir dein Leibgericht,
Und hör', was man bei Hofe thut und spricht.
Tsen-Kun, wer ist es der dich hält?
Sei ihm sein Leben gar vergällt,
Dein Glück führ' dich zu mir;
Ich will umfangen dich mit Luft,
Und hängen so an deiner Brust,
Wie deines Goldgehänges Zier.
Die harrende Gattin Friedrich Rückert (1788–1866)
— in: Rückert, Friedrich. Schi-king. Chinesisches Liederbuch, gesammelt von Confucius, dem Deutschen angeeignet von Friedrich Rückert. Altona: J. F. Hammerich, 1833. p. 87.
Tsee-Kue, wer sind sie die dich halten?
Sie halten wol dich mit Gewalten;
Denn wenn sie dich nicht hielten,
Tsee-Kue, so wärest du gekommen,
Das Schwert hätt' ich dir abgenommen,
Und bei einander säßen wir und spielten.
Tsee-Kue, wer sind sie die dich weilen,
Und lassen nicht nach Haus dich eilen,
Wohin du herzlich trachtest?
Tsee-Kue, nicht weile dich bei ihnen!
Ich will beim Mahle dich bedienen,
Und hören was du Neu's von Hofe brachtest.
Tsee-Kue, wer sind sie die dich halten?
Des Bösen viel müss' ihrer walten,
Und gutes Glück dich leiten
Hierher, wo ich dich will umfangen,
Und so von deinem Halse hangen
Als wie das Goldgehäng an deiner Seiten.
Die Liebhaber sind ausgeblieben Victor von Strauß (1809–1899)
— in: Strauß, Victor von. Schi-king. Das kanonische Liederbuch der Chinesen. Heidelberg: Carl Winter's Universitätsbuchhandlung, 1880. p. 152.
Am Hügel wächst der Hanf, ei siehe,
Da hält wol Eine den Tse-tsie;
Hält da wol Eine den Tse-tsie, –
O daß er doch vergnüglich hierher fliehe!
Am Hügel wächst der Waizen so,
Da hält wol Eine den Tse-kuo;
Hält da wol Eine den Tse-kuo, –
O käm er, meiner Mahlzeit froh!
Am Hügel bei dem Pflaumenhaine,
Da hält wol diese Herrchen Eine;
Hält da wol diese Herrchen Eine, –
Sie schenken mir doch Gurtgesteine.