Wan ge shi san shou (1) "Bo ze kao xiu zhen" 挽歌詩三首 (其一) "卜擇考休貞"

by Lu Ji 陸機 (261–303)

Dynasty: Jin 晉 (266–420)

Included in: Lu Qinli 逯欽立 (ed.). Xian Qin Han Wei Jin Nanbeichao shi 先秦漢魏晉南北朝詩 Beijing: Zhonghua shuju, 1983. Jinshi 晉詩 5.653.

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  • Erwin von Zach (1872–1942): Drei Lieder, die beim Ziehen des Leichenwagens gesungen werden I "Um für das Grab einen guten Platz zu wählen, muss man mit grösster Genauigkeit vorgehen"
    Um für das Grab einen guten Platz zu wählen, muss man mit grösster Genauigkeit vorgehen; das Glück der Familie ist damit aufs engste verknüpft. Bei der Vorbereitung des Leichenwagens am frühen Morgen macht die Dienerschaft grossen Lärm (Legge IV 290); sie befestigt Seile am Wagen, um ihn später auf den Berg zu ziehen. Das Sargtuch mit Drachenbildern bedeckt den breiten Baldachin; der Vortrab trägt leichte Banner. Wie erschütternd ist das Klagen im Hause des Toten! Traurige Laute erheben sich aus den Frauengemächern. Höret für einen Augenblick auf, hier innerhalb der Türen Lärm zu machen, und lauschet nach meinem Liede vom (vergänglichen) Tau auf den Schalotten-Blättern: Tod und Leben sind von einander verschieden, (Ihr müsst Euch daher vom Toten trennen) und die Sarghebung muss zur vorher festgesetzten Zeit stattfinden. Ein Becher mit Wein wird für die Libation vor den Sarg zwischen zwei Säulen gestellt; dann wird der Sarg emporgehoben und auf den Leichenwagen gesetzt. Man gibt dem Toten, der selbst den Becher nicht heben kann, nun den Abschiedstrunk als Libation; darauf verlässt der Tote sein Haus, um [in seiner Gruft] zu übernachten und niemals wieder zurückzukehren. Auf der Schlafmatte unter den Bettvorhängen findet sich nicht mehr der Schatten des Toten; er wird nun von seinem Haus getrennt. Seine nächsten Verwandten sind alle herbeigeeilt, um ihm die letzte Ehre zu erweisen; seine guten Freunde sind aus fernen Gegenden gekommen. Auf leichten Wagen kommen sie in Menge herangeflogen; ihre weissen Pferde werden mit der Peitsche zu schnellem Laufe angetrieben. Dann geht es in langsamer Fahrt längs des langen Waldes (ausserhalb der Stadt); und so wirst Du zu der Gruft Deiner ewigen Nacht begleitet. Man ruft Deinen Namen, aber Du hörst es nicht; man weint über Deinen Tod, aber Du weisst es nicht. Ich seufze tief neben Deinem Doppelsarg und erinnere mich an die Zeit, die ich zusammen mit Dir verbracht habe. Wenn Du am Leben geblieben wärest, hätten wir uns selbst nach mehrjähriger Trennung wieder begegnen können; (jetzt nach Deinem Tode) wie könnte ich hoffen, Dich in aller Ewigkeit [wiederzusehen]? Dir in den Tod zu folgen, wäre für mich ganz leicht; aber ich könnte Dir dadurch nicht wieder zum Leben verhelfen. Ich möchte weitere Worte unausgesprochen lassen, aber sie kommen schluchzend hervor; ich wische meine Tränen weg, aber immer neue strömen in Menge herab.

    in: Zach, Erwin von. Die chinesische Anthologie, Harvard Yenching Institute Studies 18. Cambridge, Massachusetts: Harvard University Press, 1958. p. 507f.

卜擇考休貞。嘉命咸在玆。 夙駕警徒御。結轡頓重基。 龍㡛被廣柳。前驅矯輕旗。 殯宮何嘈嘈。哀響沸中闈。 中闈且勿讙。聽我薤露詩。 死生各異倫。祖載當有時。 舍爵兩楹位。啟殯進靈轜。 飲餞觴莫舉。出宿歸無期。 帷袵曠遺影。棟宇與子辭。 周親咸奔湊。友朋自遠來。 翼翼飛輕軒。駸駸策素騏。 按轡遵長薄。送子長夜臺。 呼子子不聞。泣子子不知。 歎息重櫬側。念我疇昔時。 三秋猶足收。萬世安可思。 殉沒身易亡。救子非所能。 含言言哽咽。揮涕涕流離。