未定
Du Fu 杜甫 (712–770)
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Der Hund des Siegers Judith Gautier (1845–1917), Gottfried Böhm (1845–1926)
— in: Böhm, Gottfried. Chinesische Lieder aus dem Livre de Jade von Judith Mendes. In das Deutsche übertragen von Gottfried Böhm. München: Theodor Ackermann, 1873. p. 103f.
Im großen Krieg, den unter'm schwarzen Banner,
Ich mitgefochten für der Mitte Reich,
Erhielt ich manche schwere, tiefe Wunde,
Doch viele Feinde fielen meinem Streich!
Noch blutend nach dem wilden Kampfgemenge
Durchwandert' ich des Todes ödes Feld
Mit meinem Hunde, der an meiner Seite
Gefochten hatte selber, wie ein Held.
Und zeigend ihm der Opfer stille Leichen
Sprach ich zu ihm: Zerfleische sie mein Hund!
Und zeigend ihm das Blut, das sie vergoßen,
Sprach ich zu ihm: D'ran labe sich Dein Mund!
Doch an Besiegter schmachtentehrte Leichen
Zu rühren, scheute sich das edle Thier;
Es richtet sich empor bis zu der Wunde,
Die in der eig'nen Brust noch klaffte mir.
Nach meinem eig'nen ruhmesreichen Blute
Nur dürstete der edle Kampfgenoß,
Das frisch und warm, gleich wie aus rother Lasse
Sich aus der frischen Wunde ausergoß! –
Sieger mit Hund und schwarzer Fahne Klabund (1890–1928)
— in: Klabund. Dumpfe Trommel und berauschtes Gong. Nachdichtungen chinesischer Kriegslyrik von Klabund, Insel Bücherei. Leipzig: Insel Verlag, 1915. p. 20.
— in: Klabund. Dichtungen aus dem Osten. Bd. II China: Chinesische Lyrik. Wien: Phaidon-Verlag, 1929. p. 72.
— in: Klabund. Dumpfe Trommel und berauschtes Gong, Insel Bücherei. Wiesbaden: Insel Verlag, 1952. p. 23.
— in: Klabund. Dichtungen aus dem Osten. Bd. II: Chinesische Gedichte. Nachdichtungen. Wien: Phaidon-Verlag, 1954. p. 106.
Sieg, Sieg darf ich in meine Haare flechten.
O fieberte nicht in der Brust die offne Wunde!
Die schwarze Fahne in der Rechten,
Gehe übers abendliche Schlachtfeld ich mit meinem Hunde.
Er bellte, wenn er einen Feind gefaßt.
Ich zeige ihm die tote Brut:
Friß ihre Leichen, wenn du Hunger hast,
Und sauf ihr Blut ...
Er spingt an mir empor, sein Blick sagt: Du.
Er leckt ... und stillt die klaffendere Wunde.
Die schwarze Fahne in der Hand, schreit ich mit meinem Hunde
Dem kommenden, dem neuen Tage zu.
— in: Klabund. Dichtungen aus dem Osten. Bd. II China: Chinesische Lyrik. Wien: Phaidon-Verlag, 1929. p. 72.
— in: Klabund. Dumpfe Trommel und berauschtes Gong, Insel Bücherei. Wiesbaden: Insel Verlag, 1952. p. 23.
— in: Klabund. Dichtungen aus dem Osten. Bd. II: Chinesische Gedichte. Nachdichtungen. Wien: Phaidon-Verlag, 1954. p. 106.