大風
Liu Bang 劉邦 (247 BC–195 BC)
大風起兮雲飛揚。
威加海內兮歸故鄉。
安得猛士兮守四方。
Der Sieger Hans Bethge (1876–1946)
— in: Bethge, Hans. Pfirsichblüten aus China. Berlin: Ernst Rowohlt Verlag, 1923. p. 5.
So wie ein wilder, wütender Orkan
Am Himmel hinfegt und die Wolken jagt,
Die aufgescheucht sich ballen und entfliehn:
So hat die strahlende Gewalt der Waffen,
Darüber ich verfüge, alle Feinde
Vernichtet oder in die Flucht gejagt.
An allen Horizonten sind die Schufte
Vergangen und verschwunden, und ich kehre
Bekränzt als Sieger in mein Reich zurück.
Jetzt heißt's, die Tüchtigsten herauszufinden
Aus meinen Kriegern, die das Grenzland schirmen,
Auf daß der Himmel rein bleibt um uns her!
Der Sturmwind Alfred Forke (1867–1944)
— in: Forke, Alfred. Blüthen chinesischer Dichtung. Magdeburg: Commissionsverlag: Faber'sche Buchdruckerei, A. & R. Faber, 1899. p. 3.
Es hub ein grosser Sturmwind an,
Wild wogt's im Wolkenmeere.
Jetzt, da die Welt mir unterthan,
Zu meinem Dorf ich kehre,
Nur fehlt mir noch der starke Mann,
Des Reiches Schirm und Wehre.
Lied Erwin von Zach (1872–1942)
— in: Zach, Erwin von. Die chinesische Anthologie, Harvard Yenching Institute Studies 18. Cambridge, Massachusetts: Harvard University Press, 1958. p. 510f.
Wie ein Sturm habe ich mich erhoben; [meine Feinde] sind wie Wolken auseinandergeflogen.
Meine Macht erstreckt sich über alles Land innerhalb der (vier) Meere, und nun bin ich wieder in die alte Heimat zurückgekehrt.
Wo könnte ich tapfere Streiter bekommen, um die Herrschaft über die Welt zu behalten?