張黃門協苦雨
Jiang Yan 江淹 (444–505)
丹霞蔽陽景。綠泉涌陰渚。
水鸛巢層甍。山雲潤柱礎。
有弇興春節。愁霖貫秋序。
燮燮涼葉奪。戾戾颸風舉。
高談翫四時。索居慕儔侶。
青苕日夜黃。芳蕤成宿楚。
歲暮百慮交。無以慰延佇。
Klage über den Regen Erwin von Zach (1872–1942)
— in: Zach, Erwin von. Die chinesische Anthologie, Harvard Yenching Institute Studies 18. Cambridge, Massachusetts: Harvard University Press, 1958. p. 591.
Rötliche Wolken umgeben verdunkelnd die Sonne; grünliches Wasser stürzt aus den Tiefen hervor.
Wasservögel bauen Nester auf hohen Dächern; die aus den Bergen hervorkommenden Nebel befeuchten die Piedestale der Säulen.
Die Bewölkung hat schon mit Eintritt des Frühlings begonnen; der betrübende Landregen dauert ununterbrochen bis in den Herbst hinein.
Die fröstelnden Blätter fallen raschelnd herab; brausend weht ein kalter Wind.
Mit heiteren Gesprächen können die vier Jahreszeiten angenehm verbracht werden; daher sehne ich mich in meiner Einsamkeit nach Genossen.
Das grüne Moos wird durch den langandauernden [Regen] immer gelber; duftende Vegetation beginnt zu verwelken und abzusterben.
Am Ende des Jahres haben sich hundert Sorgen in meinem Herzen angehäuft; ich habe nichts, das mich (den auf Freunde Wartenden) trösten könnte.