劉文學楨感懷
Jiang Yan 江淹 (444–505)
蒼蒼山中桂。團團霜露色。
霜露一何緊。桂枝生自直。
橘柚在南國。因君為羽翼。
謬蒙聖主私。託身文墨職。
丹彩既已過。敢不自雕飾。
華月照芳池。列坐金殿側。
微臣固受賜。鴻恩良未測。
Dankbarkeit gegenüber dem grossen Fürsten, in dessen Zeit ich lebe Erwin von Zach (1872–1942)
— in: Zach, Erwin von. Die chinesische Anthologie, Harvard Yenching Institute Studies 18. Cambridge, Massachusetts: Harvard University Press, 1958. p. 585f.
Grün ist der auf dem Berge wachsende Cassia-Baum, denn seine Farbe bleibt unverändert trotz Frost und Tau.
Wie grimmig sind doch Frost und Tau! Aber die Äste der Cassia wachsen unbekümmert weiter (mit dieser Cassia kann ich mich nicht vergleichen).
Apfelsinen und Pomelo gedeihen in südlichen Regionen; weil der Kaiser (im Norden) sie liebt, erhalten sie besondere Pflege und werden geschätzt (dies ist bei mir der Fall gewesen).
Ich habe unverdienterweise die Gunst eines weisen Herrschers empfangen; ich lebe jetzt von meiner Stellung als Professor der Literatur.
Da die kaiserliche Gnade schon ausserordentlich war, wie könnte ich es wagen meine Pflichten nicht peinlich genau zu erfüllen?
Wenn der herrliche Mond auf den viereckigen Weiher (des Kaiserpalastes) scheint, sitze ich zusammen mit anderen Gästen bei der goldenen Thronhalle.
Ich kleiner Beamter bin wirklich schon reich beschenkt worden, und die grossen Gnaden, die mir noch bevorstehen, lassen sich wirklich gar nicht ermessen.