郭弘農璞遊仙
Jiang Yan 江淹 (444–505)
崦山多靈草。海濱饒奇石。
偃蹇尋青雲。隱淪駐精魄。
道人讀丹經。方士鍊玉液。
朱霞入窗牖。曜靈照空隙。
傲睨摘木芝。陵波採水碧。
眇然萬里遊。矯掌望煙客。
永得安期術。豈愁濛汜迫。
Auf der Suche nach der Unsterblichkeit Erwin von Zach (1872–1942)
— in: Zach, Erwin von. Die chinesische Anthologie, Harvard Yenching Institute Studies 18. Cambridge, Massachusetts: Harvard University Press, 1958. p. 593f.
Auf dem Yen-[tzu-]Berg gibt es viele wunderkräftige Kräuter; das Gestade des Meeres ist reich an merkwürdigen Steinen (die bei der Bereitung des Lebenselixiers Verwendung finden).
Stolz suche ich hohe Berge nahe dem blauen Himmel auf; ich bleibe dort versteckt, um die Seele in immerwährender Jugend zu erhalten.
Auf diesen Höhen studieren taoistische Bonzen Bücher über das Lebenselixier und Zauberer bereiten die Edelsteinessenz.
Rötliche Morgenwolken wehen durch meine Fenster herein; die aufgehende Sonne wirft durch Wandspalten ihre ersten Strahlen in mein Gemach.
Voll tiefer Befriedigung pflücke ich mächtige Wunderpilze; über die Wellen schreitend sammle ich Wasseredelsteine.
Ich wandere zehntausend Meilen in die Weite; mit erhobener Hand winke ich den durch die violetten Dünste des Äthers fliegenden Unsterblichen.
Für immer habe ich die Kunst des [Meisters] An-ch'i (BD No. 7) erworben; wie sollte ich noch besorgt sein, dass der stete Untergang der Sonne im Meng-ssu-See (i.e. im Westen) mich älter machen würde?