贈張華詩
He Shao 何劭 (?–301)
四時更代謝。懸象迭卷舒。
暮春忽復來。和風與節俱。
俯臨清泉涌。仰觀嘉木敷。
周旋我陋圃。西瞻廣武廬。
既貴不忘儉。處有能存無。
鎮俗在簡約。樹塞焉足摹。
在昔同班司。今者並園墟。
私願偕黃髮。逍遙綜琴書。
舉爵茂陰下。攜手共躊躇。
奚用遺形骸。忘筌在得魚。
Gedicht an Chang Hua Erwin von Zach (1872–1942)
— in: Zach, Erwin von. Die chinesische Anthologie, Harvard Yenching Institute Studies 18. Cambridge, Massachusetts: Harvard University Press, 1958. p. 391f.
Die vier Jahreszeiten folgen einander in ewigem Wechsel; die Himmelskörper erscheinen und verschwinden in regelmässiger Folge.
Das Frühlingsende ist plötzlich wieder gekommen, und mit ihm beginnt ein milder Wind zu wehen.
Ich blicke hinab auf das Sprudeln der reinen Quelle und sehe über mir das dichte Laub herrlicher Bäume.
Ich wandere in meinem kleinen Garten umher und blicke voll Verehrung nach dem Landhaus [meines Nachbarn Chang Hua, des Grafen von] Kuang-wu.
In seiner hohen Stellung vergisst er nicht, ein einfaches Leben zu führen; obwohl wohlhabend, erinnert er sich doch stets der Zeit seiner Armut.
Durch Einfachheit und Sparsamkeit will er schlechten Gewohnheiten des Volkes steuern; wie würde er gleich Kuan Chung (Legge I 163) das Beispiel grossen Luxus nachahmen?
Früher waren wir Kollegen im selben Amt; jetzt liegen unsere Landhäuser benachbart.
In meinem Herzen wünsche ich, bis ins höchste Alter mit ihm zusammen zu leben und in heiterer Ruhe mich mit ihm an Laute und Büchern zu ergötzen.
Ich möchte mit ihm im tiefen Schatten der Bäume den Becher heben und Hand in Hand mit ihm auf und ab gehen.
Man braucht nicht erst die sterbliche Hülle zu verlassen, um selig zu werden; wer einmal diese Seligkeit erreicht hat, kann alles andere vergessen (Texts of Taoism I 228 u. II 141).