樛木
Anonymous (Shijing)
南有樛木 ,葛藟纍之。
樂只君子,福履綏之。
南有樛木 ,葛藟荒之。
樂只君子,福履將之。
南有樛木,葛藟縈之。
樂只君子,福履成之。
Hochzeitlieder, 2. "Auf Nan, dem Berge, steht ein Baum" Johann Cramer
— in: Cramer, Johann (ed.). Schi-King, oder Chinesische Lieder, gesammelt von Confucius. Neu und frei nach A. La Charme's lateinischer Übersetzung bearbeitet. Fürs deutsche Volk hg. von Johann Cramer, Das himmlische Reich. Oder China's Leben, Denken, Dichten und Geschichte, 4 vols. Crefeld: Verlag der J. H. Funcke'schen Buchhandlung, 1844. p. 1f.
Auf Nan, dem Berge, steht ein Baum,
Drum rankt sich eine Blüthe,
Wie schön sich's fügt, wie schön es schafft,
Wo Schönes mit Edelm sich einet!
Auf Nan, dem Berg, hebt sich ein Baum,
Drum strebet eine Ranke,
Wie ist es lieblich, wie steht es gut,
Wenn Anmuth kann Hoheit umfassen!
Auf Nan, dem Berge, sproßt ein Baum,
Drum schlingt sich die zarte Winde,
O Bund, wie bist du selig doch,
Dich wiegen die günstigen Lüfte!
Auf die Gemahlin Wen-Wang's Ernst Meier (1813–1866)
— in: Meier, Ernst. Morgenländische Anthologie. Klassische Dichtungen aus der sinesischen, indischen, persischen und hebräischen Literatur. Leipzig: Verlag des Bibliographischen Instituts, 1875. p. 11f.
Auf Nan dem Berge, da sieht man Bäume,
Die unten gebogen,
Daneben hat eine Epheuranke
Die Bäume umzogen:
Wie schön es sich füget, wie glücklich sich's findet,
Wo Weisheit und Liebe die Menschen verbindet!
Auf Nan dem Berge, da sieht man Bäume,
Die unten gewunden,
Mit denen sich eine Epheuranke
Gar lieblich verbunden:
Wie gut es die Weisen und Helden doch haben,
Die sich an solcher Seligkeit laben!
Auf Nan dem Berge sind Bäume, die unten
Am Stamme sich biegen,
Um welche sich Epheuranken in Ringen
Gar innig schmiegen:
Wie schön ist's zu leben mit Weisen, die haben
In Hülle und Fülle des Glückes Gaben!
Wie die Königin, zurückgekehrt zu ihrem Gemahle, im Hause waltet Carl Friedrich Neumann (1793–1870)
— in: Jolowicz, Heinrich (ed.). Der poetische Orient. Leipzig: Verlag von Otto Wigand, 1853. p. 7.
Im Süden lebt ein Baum mit gebogenen Zweigen und der Epheu Ko umschlingelt, umzingelt ihn; Freude bringt dies dem Treftlichen, Glückseligkeit folgt ihm unwandelbar.
Im Süden lebt ein Baum mit gebogenen Zweigen; der Epheu Ko umschlingelt, umzingelt ihn;
Freude bringt dies dem Treftlichen, Glückseligkeit erhebt ihn.
Im Süden lebt ein Baum mit gebogenen Zweigen, der Epheu Ko umschlingt und umflicht ihn;
Freude bringt dies dem Treftlichen, Glückseligen im Uebermass.
Hochzeitlieder, 2. "Ein hoher Baum auf Nan dem Berge steht" Friedrich Rückert (1788–1866)
— in: Rückert, Friedrich. Schi-king. Chinesisches Liederbuch, gesammelt von Confucius, dem Deutschen angeeignet von Friedrich Rückert. Altona: J. F. Hammerich, 1833. p. 8.
Ein hoher Baum auf Nan dem Berge steht,
Um den sich eine Blütenranke windet.
Wie lieblich sich's füget, wie schön es ergeht,
Wo Schönes mit Edlem sich findet und bindet.
Ein hoher Baum auf Nan dem Berge ragt,
Um den sich eine junge Ranke schlinget.
Wie hold es ergötzet, wie schön es behagt,
Wo, Hoheit zu fesseln, der Anmuth gelinget.
Ein hoher Baum auf Nan dem Berge sprießt,
Um den sich eine zarte Winde schmieget.
O Seligkeit, die ihr Verbundnen genießt,
Von schmeichelnden Lüften des Glückes gewieget.
Thai-sse's Liebe Victor von Strauß (1809–1899)
— in: Strauß, Victor von. Schi-king. Das kanonische Liederbuch der Chinesen. Heidelberg: Carl Winter's Universitätsbuchhandlung, 1880. p. 69.
Im Süden stehen Hängebäum'
Und Ko-Gerank umschlinget sie.
Sie freut sich nur des hohen Manns,
Und Glücks Füll' umringet sie.
Im Süden stehen Hängebäum'
Und Ko-Gerank bedeckt sie.
Sie freut sich nur des hohen Manns,
Und Glückes Fülle schmecket sie.
Im Süden stehen Hängebäum',
Und Ko-Gerank umwindet sie.
Sie freut sich nur des hohen Manns,
Und Glückes Fülle findet sie.