Su dong yuan shi 宿東園詩

by Shen Yue 沈約 (441–513)

Dynasty: Liang 梁 (502–557)

Included in: Lu Qinli 逯欽立 (ed.). Xian Qin Han Wei Jin Nanbeichao shi 先秦漢魏晉南北朝詩 Beijing: Zhonghua shuju, 1983. Liangshi 梁詩 6.1641.

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  • Erwin von Zach (1872–1942): Ich verbringe die Nacht im Ostpark
    [Im östlichen Weichbild der Stadt befindet sich] der Ort, wo einst Ts'ao Chih Hahnenkämpfe veranstaltete; und auch der Weg, wo P'an Yo Brennholz sammelte. Hat sich etwa das östliche Weichbild seit jenen Zeiten verändert? Warum sollte ich mich nicht auch dort müssig ein wenig ergehen (wie meine Vorgänger)? Gewundene Wege führen über das Land; verwilderte Pfade kreuzen einander. Man sieht schüttere und dichte Hibiscus-Hecken; man kommt an neuen und alten Pforten aus Dornengestrüpp vorüber. Über die Kronen der Bäume weht ein brausender Wind; an den Wurzeln der Gräser sieht man frosterstarrten Tau. Ein erschrecktes Reh flüchtet ohne anzuhalten; fliegende Vögel wenden manchmal den Blick nach mir um. Eine traurige Eule ruft vom schilfgedeckten Dach; über den flachen Hügel rennt ein fröstelnder Hase. Die Abendwolken zeigen Formationen wie hohe Berge; ein langgezogener Rauch erscheint wie ein leichtes weisses Seidentuch. Plötzlich fällt Mondlicht auf mich (wie schnell ist doch dieser Übergang des Tages in die Nacht!). Wie könnte man doch das Jahr verhindern, zu Ende zu gehen? Wenn ich nur die (wunderbare, von Ts'ao P'i erwähnte) Arznei der Westberge erlangen könnte, dann könnte ich damit vielleicht meinen senilen Verfall aufhalten und mein Leben verlängern.

    in: Zach, Erwin von. Die chinesische Anthologie, Harvard Yenching Institute Studies 18. Cambridge, Massachusetts: Harvard University Press, 1958. p. 350f.

陳王鬥雞道。安仁采樵路。 東郊豈異昔。聊可閒余步。 野徑既盤紆。荒阡亦交互。 槿籬疏復密。荊扉新且故。 樹頂鳴風飆。草根積霜露。 驚麏去不息。征鳥時相顧。 茅棟嘯愁鴟。平岡走寒兔。 夕陰帶層阜。長煙引輕素。 飛光忽我遒。豈止歲云暮。 若蒙西山藥。頹齡倘能度。