Yuan tai wei shu cong jia 袁太尉淑從駕

by Jiang Yan 江淹 (444–505)

Dynasty: Qi 齊 (479–502)

Included in: Lu Qinli 逯欽立 (ed.). Xian Qin Han Wei Jin Nanbeichao shi 先秦漢魏晉南北朝詩 Beijing: Zhonghua shuju, 1983. Liangshi 梁詩 4.1579f.

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  • Erwin von Zach (1872–1942): Ich folge der Karosse des Kaisers Sung Kao-tsu zur Zeit der Opferhandlungen im Weichbild der Stadt
    Das Zeremoniell im Ahnentempel der Dynastie ist voll ehrerbietiger Trauer; die Reise des Kaisers nach seiner Heimat (wie einst Han Kao-tsu nach Fen-yü ging; vgl. Mém. hist. III 448) ist von geheimnisvoller Erhabenheit. Voll Ehrfurcht reinigt er sich für dieses den Ahnen bestimmte Opfer (Legge IV 533) und lässt seinen Wagen vorbereiten, um (im Weichbild der Stadt) Gott um ein fruchtbares Jahr zu bitten. Er lässt seine Eskorte wissen, dass er im letzten Herbstmonat die Reise antreten werde; er lässt den Phönix-Wagen instandsetzen und Strasse sowie Wasserlauf dahin herrichten. Die grosse Anzahl der Fahnen (im kaiserlichen Zug) erinnert an das Funkeln der Milchstrasse; der perlenbesetzte Baldachin (des kaiserlichen Wagens) lässt an aufgehängte Sterne denken. [Ein Schiff mit] roten Rudern wirft Glanz auf das kalte Ufer; der goldene Kopfputz der Wagenpferde strahlt auf die herbstlichen Berge. Die zahllosen Yü-[lin-]Garden (mit ihren Fahnen) nehmen das Sonnenlicht weg; die laute Musik erschüttert die tiefsten Abgründe. [Der Beamte t'ai-shih] sammelt die (bei dieser Gelegenheit verfassten) Gedichte (Li ki, ed. Couvreur, I 276), um [die Sitten] der Hauptstadt und des Landes zu untersuchen; der Kaiser begibt sich selbst auf das Land (das er pflügt) und prüft [die richterlichen Entscheidungen] in den Städten und Marktflecken. Die Lieder der Bauern werden durch die kaiserliche Musik gespielt; die Gesänge der Bezirke werden auf den kaiserlichen Instrumenten vorgetragen. Die Zivilisation reicht bis an das Südmeer (an dessen Küste Zimmtbäume wachsen); der Ruhm und Einfluss des Kaisers (Legge III 150) strahlen auf die nördlichsten Gegenden. Die herablassende Gnade und herrliche Huld des Kaisers ergiesst sich über die gesamte Beamtenschaft, über die höchsten Würdenträger bis herab zu den untersten Rängen. Ich habe das Glück, dem Kaiser zu folgen, während er in der Gegenwart [eine ähnliche Reise unternimmt, wie einst Kaiser T'ien-i] zur Besichtigung des Lo-Flusses; wie würde ich da [Kaiser Shun] beneiden, der vor alters eine Inspektionsreise an den Huangho unternahm? Ich bin voll Dank (Ch'u tz'u 9/1) für die kaiserliche Gnade und diese Dankbarkeit wird niemals aufhören; ich habe nun dieses Lied verfasst, ohne aber damit meine Gefühle vollkommen zum Ausdruck zu bringen.

    in: Zach, Erwin von. Die chinesische Anthologie, Harvard Yenching Institute Studies 18. Cambridge, Massachusetts: Harvard University Press, 1958. p. 602f.

宮廟禮哀敬。枌邑道嚴玄。 恭潔由明祀。肅駕在祈年。 詔徒登季月。戒鳳藻行川。 雲斾象漢徙。宸網擬星懸。 朱櫂麗寒渚。金鍐映秋山。 羽衛藹流景。綵吹震沈淵。 辨詩測京國。履籍鑒都鄽。 氓謠響玉律。邑頌被丹弦。 文軫薄桂海。聲教燭冰天。 和惠頒上笏。恩渥浹下筵。 幸侍觀洛後。豈慕巡河前。 服義方無沫。展歌殊未宣。