Sun ting wei chuo za shu 孫廷尉綽雜述
by Jiang Yan 江淹 (444–505)
Dynasty: Qi 齊 (479–502)
Included in: Lu Qinli 逯欽立 (ed.). Xian Qin Han Wei Jin Nanbeichao shi 先秦漢魏晉南北朝詩 Beijing: Zhonghua shuju, 1983. Liangshi 梁詩 4.1576.
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Erwin von Zach (1872–1942): Darlegung verschiedener Ideen
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Nachdem das einheitliche Chaos sich (in Himmel und Erde verteilt hatte, wurden die zahllosen Naturgegenstände geschaffen und gewannen Form und Leben. Nur dadurch, dass das Leben dieser Wesen Anfang und Ende hat, sprechen die Menschen vom kurzen Leben eines Säuglings (und vom langen Leben eines Greises; Texts of Taoism I 188). Das Tao (die Lehre des Lao-tzu vom Nichthandeln) ist schon vor tausend Jahren verloren gegangen (Texts of Taoism I 371); wer könnte jetzt noch die Wege (Fähren und Brücken) kennen (um das Tao zu erreichen)? Zu diesem Zwecke möchte ich mich auf die Flügel eines Vogels setzen, der sich hinauf in den Äther schwingt; ich würde mich mit dem Winde hoch erheben und die Welt verlassen. Wenn wir genau die Bedeutung des (bei Chuang-tzu, Texts of Taoism II 231 erwähnten) fusslangen Stockes untersuchen (der stets von neuem halbiert werden kann), so muss logischerweise immer eine Hälfte übrigbleiben und wird der Stock niemals ganz verschwinden (warum sollten wir zwischen einem langen Stück und einem kurzen Stück einen Unterschied machen?) Während der Herbstmond mit grosser Helligkeit scheint, stütze ich mich auf das Fensterbrett und besinge Kaiser Yao und Lao-tzu, (weil sie das Tao begriffen und keine Unterschiede machten). Erst wenn man keine Rücksicht nimmt auf Gut und Böse (Hoch und Niedrig), kann vom Weg des Edlen gesprochen werden. In seiner Auffassung gibt es keine Unterschiede (alles läuft auf dasselbe hinaus); so dachten auch die vier Weissköpfe (unter ihnen Ch'i-li-chi; BD No. 1881) auf dem Südberge. Wir begegnen dem Tao, aber es entschwindet wieder (Texts of Taoism II 46); wir sind daher schon lange der Vergänglichkeit ausgeliefert; wenn wir Feuer brennend erhalten wollen, müssen wir uns des Brennholzes oder Heues bedienen (ebenso müssen wir uns anstrengen, das Tao zu erhalten und nicht mehr zu verlieren; Texts of Taoism I 202). Zu diesem Zwecke müssen wir unsere geheimsten Gedanken zu reinigen suchen und alle Kunst und List (Texts of Taoism I 320) aus unserem Herzen entfernen. Wenn wir in unserem Innern vergessen, dass die Natur und unser Ich verschieden sind, dann können wir uns mit den Möven (der Meeresküste) anfreunden (vgl. Lieh-tzu 2/10).–
in: Zach, Erwin von. Die chinesische Anthologie, Harvard Yenching Institute Studies 18. Cambridge, Massachusetts: Harvard University Press, 1958. p. 594f.
太素既已分。吹萬著形兆。 寂動苟有源。因謂殤子夭。 道喪涉千載。津梁誰能了。 思乘扶搖翰。卓然淩風矯。 靜觀尺棰義。理足未嘗少。 冏冏秋月明。憑軒詠堯老。 浪迹無蚩妍。然後君子道。 領略歸一致。南山有綺皓。 交臂久變化。傳火乃薪草。 亹亹玄思清。胸中去機巧。 物我俱忘懷。可以狎鷗鳥。