冬節後至丞相第詣世子車中作詩
Shen Yue 沈約 (441–513)
廉公失權勢。門館有虛盈。 貴賤猶如此。況乃曲池平。 高車塵未滅。珠履故餘聲。 賓階綠錢滿。客位紫苔生。 誰當九原上。鬱鬱望佳城。
Nach dem Wintersolstitium komme ich in den Palast des Minister, um seinen ältesten Sohn zu besuchen; im Wagen gedichtet Erwin von Zach (1872–1942)
— in: Zach, Erwin von. Die chinesische Anthologie, Harvard Yenching Institute Studies 18. Cambridge, Massachusetts: Harvard University Press, 1958. p. 560.
Als Lien P'o (BD No. 1254) seinen Einfluss (beim Herrscher von Chao) verloren hatte, wurde sein früher volles Gästequartier ganz leer. Wenn die Menschen schon bei Lebzeiten eines Mannes einen so grossen Unterschied machen zwischen Besitz und Verlust einer hohen Stellung, wie erst nach seinem Tode (wenn der runde Teich seines Parkes durch Verwahrlosung verschwindet)? Noch liegt Staub auf dem hohen Baldachin seines Wagens (auf dem Prinz Hsiao I noch vor kurzem herumfuhr), noch glaubt man wie früher den Lärm [der Gäste mit den] perlengestickten Schuhen (wie von den Trabanten des Huang Hsieh, BD No. 858) zu vernehmen. Trotzdem wächst auf der Treppe, wo früher zahlreiche Gäste hinaufstiegen, jetzt üppiges Moos, und auf den Sitzen der Trabanten breiten sich nun rote Flechten aus. Wer von jenen Gästen würde am Friedhof vorübergehend noch nach dem Grab des Toten mit Trauer blicken?