詠懷詩八十二首 (其十四) "開秋兆涼氣"
Ruan Ji 阮籍 (210–263)
開秋兆涼氣。蟋蟀鳴床帷。
感物懷殷憂。悄悄令心悲。
多言焉所告。繁辭將訴誰。
微風吹羅袂。明月耀清暉。
晨雞鳴高樹。命駕起旋歸。
17 Gedichte, worin ich meine Gefühle besinge. 7) "Am Herbstanfang macht die Kälte sich allmählich fühlbar" Erwin von Zach (1872–1942)
— in: Zach, Erwin von. Die chinesische Anthologie, Harvard Yenching Institute Studies 18. Cambridge, Massachusetts: Harvard University Press, 1958. p. 355.
Am Herbstanfang macht die Kälte sich allmählich fühlbar; das Heimchen beginnt beim Bettvorhang zu zirpen.
Von der Natur ergriffen füllt tiefes Leid meine Brust; dieser ununterbrochene Schmerz macht mein Herz betrübt.
Wozu noch viele Worte verlieren (wie das Zirpen des Heimchens)? Wem sollte ich wohl einen solchen Wortschwall anvertrauen wollen?
Eine schwache Brise bläst durch die Gazeärmel meines Gewandes, während der glänzende Mond seine hellen Strahlen aussendet.
Morgens ruft der Hahn auf hohem Baum; ich bestelle meinen Wagen und breche auf, um heimzukehren.