公讌詩
Cao Zhi 曹植 (192–232)
公子敬愛客。終宴不知疲。
清夜遊西園。飛蓋相追隨。
明月澄清影。列宿正參差。
秋蘭被長坂。朱華冒綠池。
潛魚躍清波。好鳥鳴高枝。
神飈接丹轂。輕輦隨風移。
飄颻放志意。千秋長若斯。
Gedicht über ein öffentliches Bankett Erwin von Zach (1872–1942)
— in: Zach, Erwin von. Die chinesische Anthologie, Harvard Yenching Institute Studies 18. Cambridge, Massachusetts: Harvard University Press, 1958. p. 289.
Prinz Ts'ao P'i (mein älterer Bruder) zeigt seinen Gästen grosse Verehrung und Liebe; obwohl sein Bankett schon den ganzen Tag dauert, kennt er keine Ermüdung (in der Bewirtung).
Bei Beginn der klaren Nacht ergeht er sich (mit ihnen) im westlichen Park; die hohen Wagenbaldachine folgen einander in ununterbrochenem Zuge.
Der helle Mond verbreitet seinen reinen Glanz; die einzelnen Sternbilder treten scharf aus dem wirren Durcheinander der Sterne hervor.
Herbstliche Orchideen bedecken den langen Abhang; rote Lotusse liegen über dem grünen Weiher ausgebreitet.
Die im Wasser verborgenen Fische springen aus den durchsichtigen Fluten empor; herrliche Vögel zwitschern auf den hohen Ästen.
Eine wunderbare Brise lässt die roten Räder schneller rollen: der leichte Wagen (des Prinzen) bewegt sich wie vom Winde getragen.
Dieser Wunsch, sich gleichsam im Winde schwebend sorglos zu ergehen, möge dem Prinzen noch in tausend Herbsten in Erfüllung gehen!