許徵君詢自敍
Jiang Yan 江淹 (444–505)
張子闇內機。單生蔽外象。 一時排冥筌。泠然空中賞。 遣此弱喪情。資神任獨往。 采藥白雲隈。聊以肆所養。 丹葩曜芳蕤。綠竹陰閒敞。 苕苕寄意勝。不覺凌虛上。 曲櫺激鮮飇。石室有幽響。 去矣從所欲。得失非外獎。 至哉操斤客。重明固已朗。 五難既灑落。超迹絕塵網。
Selbstbeschreibung Erwin von Zach (1872–1942)
— in: Zach, Erwin von. Die chinesische Anthologie, Harvard Yenching Institute Studies 18. Cambridge, Massachusetts: Harvard University Press, 1958. p. 595f.
Chang I verstand nicht über sein Inneres zu wachen (und starb an einem hitzigen Fieber); Shan Pao unterschätzte die äusseren Gefahren (und wurde von einem Tiger gefressen; Texts of Taoism II 17; ich will versuchen, die Fehler Beider zu vermeiden). Wie ein Fisch aus dem Netz herausspringt, habe ich mich plötzlich [aus dem Staube der Welt zurückgezogen]; aus den hohen Regionen der Luft (d.h. in den Bergen) betrachte ich mit äusserster Gleichgiltigkeit (Texts of Taoism I 168) [die Menschen unter mir]. Ich verwerfe jene Gefühle der Sehnsucht eines Kindes (das in die Ferne geführt wird; Texts of Taoism I 194); ich folge der inneren Eingebung und wandere allein nach Herzenslust dahin. Ich pflücke Arzneikräuter (hoch in den Bergen) bei den weissen Wolken, um meinen Körper so lange wie möglich zu erhalten. Dort zeigen rote Blüten ihre duftende Schönheit; dort gibt es lichtgrüne Bambusse, die einen heiteren Platz beschatten. Weit weg von der Welt sind meine Gedanken mit den schönen Szenerien beschäftigt; unbewusst bin ich immer höher emporgestiegen und glaube mich jetzt im leeren Luftraum zu befinden. Ein erfrischender Wind weht gegen mein rundes Fenster, wodurch in meiner Felsenhöhle tiefes Echo erzeugt wird. In aller Zukunft will ich meinen Wünschen entsprechend leben, und ob dabei mein Leben Erfolg oder Misserfolg ist, soll nicht vom Urteil der Aussenwelt abhängen. Wie klug war doch jener (bei Chuang-tzu, Texts of Taoism II 101 erwähnte) Künstler Shih. Seine doppelte Klugheit (I king, Legge 237/8) ist klar ersichtlich (er sagte ganz offen, er könne nur an passendem Material seine Kunst zeigen; ebenso kann ich nur fern von der Welt leben). Die fünf Schwierigkeiten (alle Begierden) habe ich schon von mir geworfen; ich lebe jetzt hoch in den Bergen den Netzen der Welt entrückt.