魏文帝曹丕遊宴
Jiang Yan 江淹 (444–505)
置酒坐飛閣。逍遙臨華池。
神飈自遠至。左右芙蓉披。
綠竹夾清水。秋蘭被幽崖。
月出照園中。冠珮相追隨。
客從南楚來。為我吹參差。
淵魚猶伏浦。聽者未云罷。
高文一何綺。小儒安足為。
肅肅廣殿陰。雀聲愁北林。
眾賓還城邑。何用慰我心。
Ich ergötze mich am festlichen Bankett Erwin von Zach (1872–1942)
— in: Zach, Erwin von. Die chinesische Anthologie, Harvard Yenching Institute Studies 18. Cambridge, Massachusetts: Harvard University Press, 1958. p. 584.
Ich habe auf den hohen Turm, wo ich sitze, Wein bringen lassen; ich ergötze mich am Anblick des Lotusteiches, auf den ich herabsehe.
Eine wunderbare Brise kommt aus der Ferne herangeweht; auf allen Seiten beginnen die Lotusse des Teiches hin- und herzuschwingen.
Grüne Bambusse fassen das reine Wasser ein; [duftende] Herbstorchideen bedecken die schattigen Ufer.
Der hervorkommende Mond scheint auf den Park herab; die Gäste (mit ihren Amtsmützen und Gürtelgehängen) treffen nach einander allmählich ein.
Unter ihnen befindet sich ein Besucher aus dem südlichen Ch'u; er spielt für mich auf der Tung-hsiao-Flöte.
Die Fische der Tiefe scheinen am Ufer des Sees zu lauschen (wie einst dem Spiele des Po Ya), und die Zuhörer wissen (trotz später Nachtzeit) nichts von Ermüdung.
Ach wie schön sind doch die herrlichen Gedichte (die bei dieser Gelegenheit verfasst werden)! Wie könnte ein tiefstehender Gelehrter (wie ich) ähnliches zustandebringen?
(Nach Untergang des Mondes) liegt tiefe Nacht über den mächtigen Palastgebäuden; zu unserem Leidwesen hören wir schon das Morgenzwitschern der Vögel im nördlichen Wald.
Die Gäste müssen nun wieder in ihre verschiedenen Stadtteile zurückkehren; womit werde ich mein Herz trösten können?