詠舞妓詩
He Xun 何遜 (?–518)
管清羅薦合。絃驚雪袖遲。 逐唱回纖手。聽曲動蛾眉。 凝情眄墮珥。微睇託含辭。 日暮留嘉客。相看愛此時。
Die Sängerin Alfred Forke (1867–1944)
— in: Forke, Alfred. Blüthen chinesischer Dichtung. Magdeburg: Commissionsverlag: Faber'sche Buchdruckerei, A. & R. Faber, 1899. p. 69f.
Hell tönt Flötenklang, für Gäste Sind die Polster schon gelegt. Leicht hebt sie die schneeigen Arme, Während sie die Zither schlägt. Und sie singt, derweil die Saiten Ihre zarte Hand durchrauscht, Sie bewegt die dunklen Brauen, Während sie den Tönen lauscht. Wie im Traum versunken blickt sie; Ihrem Ohr ein Ring entfiel; Ihrer Augen Glanz verkündet, Was ihr Mund nicht sagen will. Abend wird es, und es bleibet Nur ein lieber Gast zurück; Mit den Blicken sich umfangend Schwelgen sie im Augenblick.