雜詩 "秋風乘夕起"
He Shao 何劭 (?–301)
秋風乘夕起。明月照高樹。 閑房來清氣。廣庭發暉素。 靜寂愴然歎。惆悵出遊顧。 仰視垣上草。俯察階下露。 心虛體自輕。飄颻若仙步。 瞻彼陵上柏。想與神人遇。 道深難可期。精微非所慕。 勤思終遙夕。永言寫情慮。
Gedicht ohne besonderen Titel Erwin von Zach (1872–1942)
— in: Zach, Erwin von. Die chinesische Anthologie, Harvard Yenching Institute Studies 18. Cambridge, Massachusetts: Harvard University Press, 1958. p. 535.
Der Herbstwind erhebt sich bei Beginn des Abends; der helle Mond bescheint die hohen Bäume. In mein ödes Gemach dringt kühle Luft; über den weiten Hof ergiesst sich das Mondlicht. In dieser schweigenden Einsamkeit seufze ich traurig auf; in meinem Kummer trete ich die Türe hinaus und blicke herum. Beim Blicke nach oben sehe ich das Gras auf der Umfassungsmauer (des Hofes); beim Blicke nach unten sehe ich den auf den Stufen liegenden Tau. [Angesichts dieser beiden kurzlebigen Naturgegenstände] befreit sich mein Herz von seiner Sorge und Ehrgeiz, und mein Leib fühlt sich leicht; ich glaube in der Luft zu schweben, wie ein unsterblicher Genius. Wenn ich zu jener (langlebigen) Fichte auf dem Hügel emporschaue, möchte ich gerne mit den Genien zusammentreffen (und gleich ihnen ein langes Leben erwerben). Aber die Lehre von der Unsterblichkeit ist tief und kann nicht leicht erhofft werden; ich wage nicht nach jenen subtilen Geheimnissen zu streben. Ich denke darüber angestrengt nach bis tief in die Nacht; ich mache diese Verse (Legge III 48), um meinen Gefühlen und Wünschen Ausdruck zu geben.