感舊詩
Cao Shu 曹攄 (?–308)
富貴他人合。貧賤親戚離。 廉藺門易軌。田竇相奪移。 晨風集茂林。棲鳥去枯枝。 今我唯困蒙。群士所背馳。 鄉人敦懿義。濟濟蔭光儀。 對賓頌有客。舉觴詠露斯。 臨樂何所歎。素絲與路歧。
Ich bin betroffen über alte Freunde Erwin von Zach (1872–1942)
— in: Zach, Erwin von. Die chinesische Anthologie, Harvard Yenching Institute Studies 18. Cambridge, Massachusetts: Harvard University Press, 1958. p. 534.
Wenn man reich und angesehen ist, dann wollen fremde Leute unsere Freunde werden; wenn man arm und stellungslos ist, dann verlassen einen selbst die Verwandten. Vor den Pforten des Lien [P'o] und Lin [Hsiang-ju] erschienen und verschwanden die Wagen (der Schmeichler, je nach dem Glückswechsel; und die Gäste) verliessen das Haus des Tou [Ying] und begaben sich in jenes des T'ien (Fen, weil dieser noch die Gunst der Kaiserin-Witwe Tou; BD No. 1955 No. 1, besass). Ein Habicht lässt sich zweifellos auf einem üppigen Baum nieder; ein Vogel, der sein Nachtquartier sucht, wird sicher einen morschen Ast nicht wählen. Nur weil Ungemach (in meiner amtlichen Laufbahn) über mich gekommen ist, haben sich alle Gelehrten schnell von mir abgewandt. Die Landsleute dagegen besitzen Sympathie und Treue; sie alle zeigen mir ein freundliches Gesicht. Vor mir (ihrem Gast) singen sie das Lied von der Ankunft der Gäste (Legge IV 592), und den Becher hebend (mich zum Trinken auffordernd) stimmen sie das Lied vom reichlichen Tau an (IV 276). Warum seufze ich noch bei diesem freudigen Gelage? [Wie einst Mo Ti seufze ich, dass] ein weisser Seidenfaden [durch Färben seine Weisse verliert; wie einst Yang Chu bedaure ich, dass] an einer Wegteilung [die Menschen sehr oft den falschen Weg einschlagen; d.h. ich seufze über die Veränderlichkeit der Freundschaft].