擬行路難十八首 (其十) "君不見蕣華不終朝"
Bao Zhao 鮑照 (414–466)
君不見蕣華不終朝。須臾淹冉零落銷。
盛年妖豔浮華輩。不久亦當詣冢頭。
一去無還期。千秋萬歲無音詞。
孤魂煢煢空隴間。獨魄徘徊遶墳基。
但聞風聲野鳥吟。豈憶平生盛年時。
為此令人多悲悒。君當縱意自熙怡。
Tod Alfred Forke (1867–1944)
— in: Forke, Alfred. Blüthen chinesischer Dichtung. Magdeburg: Commissionsverlag: Faber'sche Buchdruckerei, A. & R. Faber, 1899. p. 41f.
Siehst du nicht, wie bald der Eibisch,
Eh' der erste Tag sich neigt,
Müd' lässt Blatt und Blüthen sinken
Und dahinwelkt und verbleicht?
Also zieht es auch den Menschen,
Dem der Jugend Rosen blüh'n,
Denn gar bald die Schönheit schwindet,
Zu der Grabespforte hin.
Ist er einmal hingeschieden,
Giebt es keine Wiederkehr;
Jahre kommen, Jahre gehen,
Keine Silbe spricht er mehr.
Einsam zwischen öden Hügeln
Die verlass'ne Seele lebt,
Und der Geist, unstätig irrend,
Einsam um das Grabmal schwebt.
Nur des Windes Heulen hört man,
Und ein wilder Vogel schreit.
O, wie anders, o, wie anders
War die holde Jugendzeit!
Doch was sollen diese Bilder?
Schaffen nur dem Menschen Pein.
Unserm Herzenszuge folgend
Woll'n wir froh und heiter sein.