和王主簿季哲怨情詩
Xie Tiao 謝朓 (464–499)
掖庭聘絕國。長門失歡宴。 相逢詠蘼蕪。辭寵悲團扇。 花叢亂數蝶。風簾入雙燕。 徒使春帶賒。坐惜紅粧變。 平生一顧重。宿昔千金賤。 故人心尚爾。故心人不見。
In Beantwortung des Gedichtes "Kränkung" des Archivars Wang [Chi-che] Erwin von Zach (1872–1942)
— in: Zach, Erwin von. Die chinesische Anthologie, Harvard Yenching Institute Studies 18. Cambridge, Massachusetts: Harvard University Press, 1958. p. 558.
Die im Palastharem lebende [Wang Ch'iang; BD No. 2148] wurde dem Herrscher des entfernten [Hunnen-]reiches zur Gemahlin gegeben; [die Kaiserin Ch'en (A-chiao; BD No. 1) verlor die Gunst des Han-Kaisers Wu-ti, lebte verbannt] im Ch'ang-men-Palast und nahm an keinen Vergnügungen mehr teil. [Jene in der alten Lyrik erwähnte Frau] dichtete beim Zusammentreffen (mit ihrem früheren Gatten) das Lied vom Ligusticum (worin sie sich nach den Vorzügen der neuen Gattin erkundigte; vgl. Forke, Chinesische Dichtungen 1929, 11); [Pan Chieh-yü; BD No. 1599] fiel (bei Kaiser Ch'eng-ti) in Ungnade und beklagte es, wie ein Sommerfächer [im Herbste verworfen zu werden]. Über den blühenden Sträuchern flattern viele Paare von Schmetterlingen; unter den vom Wind bewegten Vorhängen huscht ein Schwalbenpaar herein. Solche Schauspiele sind geeignet, mich jetzt im Frühling mager zu machen (weil ich sehe, dass nur ich allein keinen Mann habe); ich kann daher nur bedauern, dass meine Jugend dahinschwindet. Als ich noch jung war, wurde ein Blick von mir hochgeschätzt und ich verachtete tausend Taels (die man dafür geben wollte; ähnlich wie einst Cheng Tzu-mou, die Gattin des Königs Ch'eng von Ch'u). Mein Herz ist noch immer voll Liebe zu Dir; leider kann mein Herz von Dir nicht erkannt werden.