田南樹園激流植楥詩
Xie Lingyun 謝靈運 (385–433)
樵隱俱在山。由來事不同。
不同非一事。養痾亦園中。
中園屏氛雜。清曠招遠風。
卜室倚北阜。啟扉面南江。
激澗代汲井。插槿當列墉。
群木既羅戶。眾山亦當窗。
靡迤趨下田。迢遞瞰高峯。
寡欲不期勞。即事罕人功。
唯開蔣生徑。永懷求羊蹤。
賞心不可忘。妙善冀能同。
Auf dem südlichen Felde habe ich einen Garten angelegt, ich habe das Wasser des Giessbachs hineingeleitet und Sträucher ringsherum als Hecke gepflanzt Erwin von Zach (1872–1942)
— in: Zach, Erwin von. Die chinesische Anthologie, Harvard Yenching Institute Studies 18. Cambridge, Massachusetts: Harvard University Press, 1958. p. 547f.
Holzfäller und Einsiedler leben beide in den Bergen, doch der Grund, warum sie es tun, ist von jeher verschieden gewesen.
Aber nicht nur zwischen diesen beiden besteht Verschiedenheit; auch ich lebe in meinem Garten, (nicht etwa als Gärtner) sondern um meinen kranken Leib zu pflegen.
Mein Garten ist fern von allem Lärm und Staub; seine reine Abgelegenheit lädt den Wind aus der Ferne ein.
Als ich meine Hütte erbauen wollte, suchte ich einen Platz auf dem nördlichen Hügel; ihre Türe öffnet sich auf den südlichen Strom.
Ich leitete das Wasser des Giessbachs in meinen Garten in Ermangelung eines Ziehbrunnens; ich pflanzte Hibiscus-Sträucher ringsherum statt einer Umfassungsmauer.
Hohe Bäume stehen vor meiner Türe; Berge dehnen sich vor meinen Fenstern.
Auf gewundenem Wege eile ich hinab auf die tiefer liegenden Felder; in der Ferne betrachtete ich die hohen Zinnen der Berge.
Als Mann ohne Wünsche bin ich abgeneigt mich zu plagen; der Bau dieser Hütte erforderte nur wenig Arbeit.
Ähnlich wie Chiang Hsü habe ich in meinem Garten nur drei Wege angelegt; stets möchte ich, dass auch mich gute Freunde besuchen wie ihn Ch'iu [Chung] und Yang [Chung].
Das Herz (mit Freunden) zu erfreuen kann ich nicht vergessen (ist meine fortwährende Sehnsucht); so hoffe ich hier imstande zu sein, mit ihnen ein sorgloses und angenehmes Leben zu führen, wie einst Chiang Hsü.