初去郡詩
Xie Lingyun 謝靈運 (385–433)
彭薛裁知恥。貢公未遺榮。 或可優貪競。豈足稱達生。 伊余秉微尚。拙訥謝浮名。 廬園當棲巖。卑位代躬耕。 顧己雖自許。心迹猶未并。 無庸方周任。有疾像長卿。 畢娶類尚子。薄遊似邴生。 恭承古人意。促裝返柴荊。 牽絲及元興。解龜在景平。 負心二十載。於今廢將迎。 理棹遄還期。遵渚騖修坰。 遡溪終水涉。登嶺始山行。 野曠沙岸淨。天高秋月明。 憩石挹飛泉。攀林搴落英。 戰勝臞者肥。鑒止流歸停。 即是羲唐化。獲我擊壤情。
Als ich aufbrach, um meinen Distrikt zu verlassen Erwin von Zach (1872–1942)
— in: Zach, Erwin von. Die chinesische Anthologie, Harvard Yenching Institute Studies 18. Cambridge, Massachusetts: Harvard University Press, 1958. p. 458f.
P'eng [Hsüan] und Hsieh [Kuang-te] empfanden wenigstens Scham (über ihr Beamtentum); Kung Yü hatte noch nicht allen Ehrgeiz aufgegeben; (als er hörte, dass sein Freund Wang Chi ein Amt erhielt, freute er sich in der sicheren Hoffnung durch seinen Freund einen Posten zu erlangen). Vielleicht mögen diese drei Männer besser sein als gewöhnliche Streber; wie könnte man aber sie als einsichtsvolle Männer (Philosophen; vgl. Texts of Taoism II 11) bezeichnen? Auch ich besass die Neigung zu philosophischer Lebensauffassung; bei meiner Naivetät und Stottern wollte ich vom leeren Ruhme (eines Staatsdieners) nichts wissen. Aber obwohl meine Villa und Garten (in Shih-ning) als passender Zufluchtsort für einen Einsiedler gelten konnte, nahm ich die kleine Besoldung einer untergeordneten Stellung als Ersatz für den Ertrag meiner Landwirtschaft an. Obwohl ich bei Prüfung meines Gewissens stets mir versprochen hatte (ein Einsiedler zu werden), sind Herzenswunsch und Lebensführung bisher noch nicht in Übereinstimmung. Dass ich ohne Tüchtigkeit [noch immer Beamter geblieben] bin, widerspricht den Worten des Chou Jen (in den Lun-yü, Legge I 307); ich habe mich daher krank gemeldet wie Ssu-ma Hsiang-ju (der kein Streben nach amtlichen Würden hatte). Nachdem ich meine Kinder verheiratet habe, denke ich wie Shang Tzu-p'ing (d.h. ich kümmere mich nicht mehr um meinen Haushalt und ziehe mich in die Berge zurück); ich möchte jetzt ein wenig auf die Wanderschaft gehen wie Ping Man-jung (nachdem er seinen kleinen Amtsposten aufgegeben hatte). Ehrerbietig folge ich den Anschauungen dieser beiden Männer des Altertums; ich habe schnell meine Koffer packen lassen und will nun in meine ärmliche Hütte zurückkehren. In der Regierungsperiode Yüan-hsing hat meine amtliche Laufbahn begonnen und jetzt unter dem kaiserlichen Wahlspruch Ching-p'ing löse ich das amtliche Schildkröten-Abzeichen vom Gürtel. Zwanzig Jahre lang bin ich meinem Herzen untreu gewesen; jetzt erst kann ich mich [von jenen lästigen Höflichkeitszeremonien] des Entgegengehens und Wegbegleitens frei machen. Auf meinem (schon vorbereiteten) Ruderboot will ich meine Heimreise beschleunigen und längs des Ufers schnell die Ebene jenseits des Waldes erreichen. Ich werde dann (ein Stück) flussaufwärts fahren, wonach die Reise zu Wasser zu Ende ist; darauf werde ich in die Berge steigen, womit die Bergreise beginnt. In der weiten Wildnis ist das sandige Ufer des Flusses rein; am hohen Himmel glänzt der herbstliche Mond. Ich raste auf einem Stein und trinke aus dem fallenden Giessbach; ich halte mich an Baumzweige und pflücke deren Blüten. Sieger im Kampfe (um meine Unabhängigkeit) werde ich, der ich früher mager war, jetzt dick werden; bisher konnte ich mein Gesicht nur in fliessendem Wasser spiegeln, jetzt nach meiner Rückkehr erst in stehendem (d.h. früher war mein Herz in beständiger Unruhe, jetzt endlich kehrt es zur Ruhe zurück). Unabhängig zu sein ist für mich dasselbe wie ein Leben unter den Kaisern [Fu] Hsi und Yao; und ein solches Leben wird mich veranlassen, die Erde vor Freude zu stampfen und laut zu singen (wie einst die Bevölkerung unter jenen Kaisern).