辛丑歲七月赴假還江陵夜行塗中詩
Tao Yuanming 陶淵明 (365–427)
閑居三十載。遂與塵事冥。
詩書敦宿好。林園無俗情。
如何捨此去。遙遙至南荊。
叩枻新秋月。臨流別友生。
涼風起將夕。夜景湛虛明。
昭昭天宇闊。皛皛川上平。
懷役不遑寐。中宵尚孤征。
商歌非吾事。依依在耦耕。
投冠旋舊墟。不為好爵縈。
養真衡茅下。庶以善自名。
Im 7. Monat des Jahres mit den zyklischen Zeichen hsin-ch'ou kehre ich vom Urlaub nach Chiang-ling zurück; während ich nachts an T'u-k'ou vorüberkomme, dichte ich diese Verse Erwin von Zach (1872–1942)
— in: Zach, Erwin von. Die chinesische Anthologie, Harvard Yenching Institute Studies 18. Cambridge, Massachusetts: Harvard University Press, 1958. p. 454.
Dreissig Jahre habe ich in müssiger Ruhe verbracht; da war ich weit entfernt von den Angelegenheiten dieser Welt.
Mit Shih king und Shu king war ich vertraut wie mit alten Freunden; in meinem Wald und Garten hatte ich keine weltlichen Wünsche.
Warum habe ich diese Heimat verlassen und bin in die Ferne bis nach Chiang-ling gewandert?
Jetzt im ersten Herbstmonat (nach Ablauf meines Urlaubs) breche ich mit meinem Ruderboot aus der Heimat auf (um nach Chiang-ling zurückzukehren); am Ufer des Flusses stehend nehme ich Abschied von meinen Freunden.
Gegen Abend erhebt sich eine kühle Brise; die nächtliche Landschaft wird vom Mondlicht durchtränkt.
Hell ist das Himmelsgewölbe erleuchtet; glänzend erscheint die Wasserfläche.
Ich muss an meinen unangenehmen) Dienst in der Ferne denken und finde keine Ruhe zum Schlafen; um Mitternacht reise ich einsam weiter.
Mich wie Ning Ch'i (mit einem traurigen Lied) zur Beamtenschaft zu drängen, ist nicht meine Sache; von jeher waren meine Gedanken beim Ackerbau.
Ich möchte meine Amtsmütze wegwerfen und in meine alte Heimat zurückkehren; ich will mich nicht durch einen guten Posten binden lassen.
Ich will meiner wahren Neigung (zur Freiheit) in meiner Hütte mit der Brettertür und dem Schilfdach folgen; auf solche Weise werde ich vielleicht noch einen guten Namen erwerben.