Zheng shu lian ju 征蜀聯句
by Han Yu 韓愈 (768–824) and Meng Jiao 孟郊 (751–814)
Dynasty: Tang 唐 (618–907)
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Included in: Peng Dingqiu 彭定求 (ed.). Quan Tang shi 全唐詩 (Complete Tang Poems) Beijing: Zhonghua shuju, 1985. 791.8908.
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Erwin von Zach (1872–1942): Der Feldzug nach Ssu-ch'uan, Kettengedicht
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Han Yü: Schon lange war der Herrscher erzürnt über die Widerspenstigkeit der Rebellen, daher gab er den Befehl, ihre Ausrottung durchzuführen. Im schwierigen Terrain von Ssu-ch'uan waren die Befestigungen schon in die Hände der Feinde gefallen, die kaiserlichen Truppen mussten daher überall listig vorgehen. Mêng Chiao: Die im Winde flatternden Fahnen überzogen das ganze Land, die wie Donner dröhnenden Trommeln erschütterten aufs äusserste den Himmel. Jene Rebellen gebrauchten aus Bambus verfertigte Waffen voll Sprünge und Scharten, während unsere Stahlklingen scharf wie Speerspitzen und Zähne waren. Han Yü: Der Kriegsgott Ju-shou (Liki I, 378) entfaltet erbost seine Fahne mit den Yak-Schweifen, heisse Winde blasen auf die Soldatenwamse von Rhinocerosleder. Ueberall zeigen sich die (wie Regenbogen) buntfarbigen Fahnen in ihren flatternden Bewegungen: bis in die tiefsten Regionen ist die Wildnis von Soldaten erfüllt. Mêng Chiao: Die von Natur aus verschlagenen Feinde wetteifern Fallen zu stellen und stürmen mit naivem Ungestüm aus ihren Hinterhalten hervor. Kampflustig machen unsere Soldaten einen furchtbaren Lärm: wie glucksen sie vor Freude, die Rebellen vernichten zu dürfen. Han Yü: Beide Parteien schelten einander und erheben ein Mordsgeschrei; beim Handgemenge schlagen sie sich gegenseitig die Zähne aus. Beim Sengen und Brennen tauchen die Waffen in stinkendes Blut; das Blut fliesst in Strömen, und es gleitet darin der schreitende Fuss aus. Mêng Chiao: Wie behende Affen springen die Feinde herum, ohne eine geregelte Schlachtordnung zu kennen, wie kreisende Geier wissen sie nur hinterlistig anzufallen. Wenn der Strom seine Ufer verlässt, springen Wale und Delphine heraus; wenn die Berge stürzen, suchen Füchse und Hyänen das Weite (d.h. besiegt suchen die Feinde ihr Heil in der Flucht). Han Yü: Während der Schlacht waren die Rebellen in zwei bis drei Haufen verteilt und zerstreuen sich nun nach der Niederlage in sieben bis acht Banden. Die Nacken der gefangenen Rebellen werden alle mit Ketten beschwert, ihre Köpfe kahlgeschoren. Mêng Chiao: Vor Wut steht ihr Barthaar struppig empor; ihr Arm, obwohl gebrochen, zeigt noch Stärke. Hinter Felsen verborgen wird ein überraschender Ueberfall vorbereitet, aus Höhlen hervorspähend wird auf eine günstige Gelegenheit gewartet. Han Yü: Von Pfeilen getroffen stürzen sie dahin wie tollende Hunde, den Wurfspiessen ausweichend geberden sie sich wie erschreckte Affen. Um den Angriff zu erneuern sammeln sie sich auf waldigem Bergrücken, von wo sie sich dann plötzlich wie ein Sandsturm erheben. Mêng Chiao: Die meisten Fahnenstangen sind ihrer Fahnen beraubt, die Wagenachsen sind gebrochen und nur wenige Eisenstifte erhalten. Das zerhackte Fleisch ihrer Körper ist gleichsam nur eine Wunde, die entstellten Gesichter sind ganz zerschnitten und zerstochen. Han Yü: In wilder Flucht zeigen sie ihre Schnelligkeit, behende sich verbergend entkommen sie den listigsten Verfolgern. Ueber Abgründen hängend übertreffen sie an Behendigkeit selbst die Affen, in das Wasser tauchend vermengen sie sich mit Fischen und Krebsen. Mêng Chiao: Die Katapulte bedienend machen die Regierungstruppen ein schreckliches Getöse, die Wallgraben füllend stürmen sie furchtlos nach vorwärts. Das kühne Rebellen-Auge bleibt selbst im Tode noch offen, der brutale Blick wird in schwierigen Lagen noch frecher. Han Yü: Die Kaiserlichen stecken die Brustwehren in Brand von versengender Hitze, sie sprengen die Tore (der Befestigungen) angelweit auf unter donnerndem Getöse. Bevor noch der Generalissimus den entscheidenden Schlag geführt hat, ist des Rebellenführers Mut infolge früherer Niederlagen gebrochen. Mêng Chiao: Hinter Barrikaden verborgen verbreiten (die Regierungstruppen) Schrecken unter dem Feind, mit Gewalt dringen sie in seine Verstecke ein und erschlagen die dort Spähenden. Die eingeschüchterten Anhänger der Rebellen hören den Lärm der Verfolger und klagen jammernd über ihre Vergewaltigung. Han Yü: Die Schlupfwinkel der Räuber werden zur vollständigen Zerstörung angewiesen, die Distrikte der Rebellen sind einer gänzlichen Ausrottung verfallen. Unter den Geweben der südwestlichen Barbaren wählt man solche mit herrlichen Ornamenten, unter den schönen Kindern des Landes sucht man gesunde kräftige Mädchen aus. Mêng Chiao: Es brüllen die wegen ihrer Körperfülle zur Schlachtbank geführten Rinder, es schreien die mit Kostbarkeiten beladenen Kameele. Die kaiserliche Weisheit hat Mitleid mit der Rebellen Wahnsinn und Dummheit; erstreckt sich doch der erhaltende Einfluss des Himmels auf Gut und Böse. Han Yü: Ein Befehl wird gegeben der den tapferen Generälen Einhalt gebietet, man erlässt die Strafen und sieht ab von Verstümmelungen und Blendungen. Das im Kampf geflossene Blut wird darauf weggewaschen, das wie Reif glitzernde Schwert wird in einer Nacht rein geputzt. Mêng Chiao: Die Bergbrücken erdröhnen nicht mehr vom Getöse der darüberziehenden Krieger, die Wellen des westlichen Yangtze glätten sich wieder. Die hoch in der Kälte gelegenen Befestigungen werden von keinen kaiserlichen Truppen mehr verteidigt, die Kesseltrommeln schweigen und hören auf, nächtliche Warnungssignale zu geben. Han Yü: Im ersten Monate (als Bienen um die Aprikosenblüten schwirrten) war es, dass die Truppen ins Feld gezogen waren, und erst im zehnten Monat (als Zikaden in den Weiden zirpten) kehrten sie zurück. Da wurden im Ahnentempel der Dynastie zahllose Köpfe und Ohren der Feinde präsentiert, und überall erklangen die Signale der beginnenden und endenden Musikstücke (Liki II, 91). Mêng Chiao: Die Bilder der siegreichen Heerführer wurden für die Galerie des Lingt'ai-Palastes gemalt; beim Opfer im Himmelstempel gebrauchte man voll Ehrfurcht Flaschenkürbisse und Strohmatten (Liki I, 561). Wo sich Veteranen zeigten, tröstete man ihre verwitterten Gesichter; sah man Verwundete, beklagte man ihre Wundnarben. Han Yü: Alle Kriegsrequisitionen hörten auf, und man liess dem Vieh wieder seine Freiheit (Legge IV, 308); zum Dank für die geleisteten Dienste wurden seine Futterrationen erhöht. - Das kaiserliche Siegesfest wird eingeleitet durch das Schlagen der Morgenglocken, bei den Banketten in Privathäusern wird auf Streichinstrumenten gespielt. Mêng Chiao: In Bechern und Tassen wird edler Wein angeboten, in Truhen und Koffern werden Kopftücher und Gürtel als kaiserliche Geschenke überbracht. Wir, kleine Beamte, haben nichts von dieser militärischen Expedition gesehen und preisen nur die Verdienste und Kraftentfaltung der Regierung.–
in: Zach, Erwin von. Hightower, James Robert (ed.). Han-Yü's poetische Werke, Harvard-Yenching Institute studies. Cambridge, Massachusetts: Harvard University Press, 1952. p. 218-221.
日王忿違帉,有命事誅拔。 蜀險豁關防,秦師縱橫猾(愈)。 風旗匝地揚,雷鼓轟天殺。 竹兵彼皴脆,鐵刃我槍F1(郊)。 刑神吒犛旄,陰焰颭犀札。 翻霓紛偃蹇,塞野澒坱圠(愈)。 生獰競掣跌,癡突爭填軋。 渴鬥信豗呶,噉奸何噢F2(郊)。 更呼相簸蕩,交斫雙缺齾。 火發激鋩腥,血漂勝足滑(愈)。 飛猱無整陣,翩鶻有邪戛。 江倒沸鯨鯤,山搖潰貙猰(郊)。 中離分二三,外變迷七八。 逆頸盡徽索,仇頭恣髡瑹。 怒鬚猶F3鼗,斷臂仍㻞璙(愈)。 石潛設奇伏,穴覷騁精察。 中矢類妖琔,跳峰狀驚豽。 蹋翻聚林嶺,斗起成埃瑖(郊)。 旆亡多空杠,軸折鮮聯轄。 剟膚浹瘡痍,敗面碎勡玘。 渾奔肆狂勷,捷竄脫趫黠。 巖鉤踔狙猿,水漉雜鱣螖。 投奅鬧齅馸,填隍䮎F4 F5(愈)。 強睛死不閉,獷眼困逾叐。 爇堞熇歊飊,抉門呀拗㖄。 天刀封未坼,酋膽聶前揠。 跧梁排郁縮,闖竇揳窋爏。 迫脅聞雜驅,咿呦叫冤F6(郊)。 窮區指清夷,兇部坐雕鎩。 邛文裁斐斖,巴豔收婠妠。 椎肥牛呼牟,載實駝鳴喴。 聖靈閔頑嚚,燾養均草F7。 下書遏雄虓,解罪弔攣瞎(愈)。 戰血時銷洗,劍霜夜清刮。 漢棧罷囂闐,獠江息澎汃。 戍寒絕朝乘,刁暗歇宵F8。 始去杏飛㜲,及歸柳嘶蚻。 廟獻繁馘級,樂聲洞椌楬(郊)。 臺圖煥丹玄,郊告儼匏F9。 念齒慰黴黧,視傷悼瘢响。 休輸任訛寢,報力厚麩秸。 公歡鐘晨撞,室宴絲曉扴。 杯盂酬酒醪,箱篋饋巾F10。 小臣昧戎經,維用贊勳劼(愈)。