蜉蝣行
Lu You 陸游 (1125–1210)
蜉蝣至細能知時,舂風磑雨占無遺。 蜻蜓滿空乃不知,庭除一出無歸期。 樂哉蜻蜓高下飛,蜉蝣未盡何憂飢。 簷間蜘蛛亦伺汝,吐絲織網腹如鼓。
Die Mücken Alfred Forke (1867–1944)
— in: Forke, Alfred. Dichtungen der Tang- und Sung-Zeit, Veröffentlichungen des Seminars für Sprache und Kultur Chinas an der Hamburgischen Universität. Hamburg: Friederichsen, de Gruyter & Co., 1929. p. 163f.
Die winzigen Mücken kennen Das Wetter ganz genau Und ahnen, wann den Regen Verscheucht der Lenzwind lau. Libellen in den Lüften, Die wissen nicht darum, Wann die von ihrem Fluge Vom Hof aus kehren um. Sie schweben auf und nieder Voll Lebenslust zumal: Eh' nicht verspeist die Mücken, Droht nicht des Hungers Qual. Doch unter'm Dach die Spinne Auch euch, Libell'n, beschleicht. Schon spinnt sie ihre Fäden; Ihr Bauch der Pauke gleicht.