海康書事十首(其九)"一雨復一暘"
Qin Guan 秦觀 (1049–1100)
一雨復一暘,蒼茫颶風發。
怒號兼晝夜,山海為顛蹶。
云何大塊噫,乃爾不可遏。
黎明眾竅虛,白日麗空闊。
Regen und Sonnenschein Alfred Forke (1867–1944)
— in: Forke, Alfred. Dichtungen der Tang- und Sung-Zeit, Veröffentlichungen des Seminars für Sprache und Kultur Chinas an der Hamburgischen Universität. Hamburg: Friederichsen, de Gruyter & Co., 1929. p. 156f.
Sobald vorbei der Regen,
Kommt Sonnenschein geschwind.
Aus Wüsten weit entlegen
Weht ein gewalt'ger Wind.
Sein Zornesbrüll'n ich höre
Bei Tage und bei Nacht,
Wie wenn er peitscht die Meere,
Und Berge stürzt mit Macht.
Warum hat so geschnoben
Das All, daß wild es schallt,
Und niemand seinem Toben
Gebieten könnte Halt?
Am Morgen alles schweiget,
Sind alle Höhlen leer,
Und in den Äther steiget
Die Sonne hell und heer.