日夕望江山贈魚司馬詩
He Xun 何遜 (?–518)
湓城帶湓水。湓水縈如帶。 日夕望高城。耿耿青雲外。 城中多宴賞。絲竹常繁會。 管聲已流悅。絃聲復凄切。 歌黛慘如愁。舞腰凝欲絕。 仲秋黃葉下。長風正騷屑。 早雁出雲歸。故燕辭檐別。 晝悲在異縣。夜夢還洛汭。 洛汭何悠悠。起望登西樓。 的的帆向浦。團團月映洲。 誰能一羽化。輕舉逐飛浮。
Erinnerungen an die Heimath Alfred Forke (1867–1944)
— in: Forke, Alfred. Blüthen chinesischer Dichtung. Magdeburg: Commissionsverlag: Faber'sche Buchdruckerei, A. & R. Faber, 1899. p. 70-72.
Die Pên-Stadt ist vom Flusse Pên Auf jeder Seit' umflossen, Er windet sich, ein Gürtel schön, Und hält sie rings umschlossen. Ich pflege, wenn der Tag sich neigt, Den Blick empor zu heben Zur Mauer, die gen Himmel steigt, Die Wolken rings umschweben. Die Stadt durchschwärmt manch' lust'ger Chor, Sie beut so vieles Schöne, Den Saiten und dem Bambusrohr Entlockt man volle Töne. Wohin der Klang der Flöte dringt, Verbreitet er die Freude, Doch, wenn der Harfenschlag erklingt, Stimmt er das Herz zum Leide. Wie grollend scheint die Sängerin Die Brau'n zusamm' zu drücken, Schier will die flinke Tänzerin Den schlanken Leib zerknicken. Zerzaust vom Herbstwind sinket hin Das Laub bereits, das falbe; Wildgänse in den Wolken zieh'n, Ihr Nest verlässt die Schwalbe. Dass fern ich meiner Vaterstadt, Beklage ich am Tage, Und dass ich heim am Lo-Gestad, Ich Nacht's zu träumen wage. Der Lo-Fluss ist nicht zu erspäh'n, Will sich dem Blick nicht zeigen. Ich muss, um nach ihm auszusehn, Wohl auf den Westthurm steigen. Im Strom manch' weisses Segel blinkt, Dem Land zu eilt es munter. Die runde Sonnenscheibe sinkt Auf einer Insel unter. O, wüchsen Flügel mir hervor, Könnt' Flugkraft ich gewinnen! Ich schwänge leicht mich dann empor Und flöge schnell von hinnen.