送謝希深學士北使
Ouyang Xiu 歐陽修 (1007–1072)
漢使入幽燕,風煙兩國間。
山河持節遠,亭障出疆閑。
征馬聞笳躍,雕弓向月彎。
禦寒低便面,贈客解刀環。
鼓角雲中壘,牛羊雪外山。
穹廬鳴朔吹,凍酒發朱顏。
塞草生侵磧,春榆綠滿關。
應須鴈北嚮,方值使南還。
An einen Gesandten Alfred Forke (1867–1944)
— in: Forke, Alfred. Dichtungen der Tang- und Sung-Zeit, Veröffentlichungen des Seminars für Sprache und Kultur Chinas an der Hamburgischen Universität. Hamburg: Friederichsen, de Gruyter & Co., 1929. p. 111f.
Man hieß als Han Gesandten
Nach Yu und Yen dich gehn,
Den oft von Sturm durchrannten,
Wo Nebelmassen wehn.
Bald hast mit deinen Zeichen
Du Berg und Fluß durcheilt,
Bald hast in fernen Reichen
Im Grenzzelt du geweilt.
Dahin die Rosse flogen
Beim Klange der Schalmei'n.
Die schöngeschnitzten Bogen
Spannt man im Mondenschein.
Der eisigen Luft zu wehren,
Senkt man den Fächer flink,
Dem Gast es zu verehren,
Löst man das Schwert vom Ring.
Man trommelt, Hörner schmettern
Auf Wällen in Wolkennäh'.
Die Schaf' und Rinder klettern
Am Berge, über'm Schnee.
Um hochgeschweifte Dächer
Heult laut des Nordwinds Wut;
Der eisige Wein im Becher
Treibt in die Wang' das Blut.
Doch bald ist's Lenz, dann zeigen
Die Felsen frisches Gras;
Von grünen Ulmenzweigen
Wird fast verdeckt der Paß.
Erst muß gen Norden lenken
Die Wildgans ihren Flug,
Dann magst der Heimkehr denken
Nach Süden du mit Fug.