擬行路難十八首 (其七) "愁思忽而至"
Bao Zhao 鮑照 (414–466)
愁思忽而至。跨馬出北門。
舉頭四顧望。但見松柏荊棘鬱樽樽。
中有一鳥名杜鵑。言是古時蜀帝魂。
聲音哀苦鳴不息。羽毛憔悴似人髠。
飛走樹間啄蟲蟻。豈憶往日天子尊。
念此死生變化非常理。中心惻愴不能言。
Die Nachtschwalbe Alfred Forke (1867–1944)
— in: Forke, Alfred. Blüthen chinesischer Dichtung. Magdeburg: Commissionsverlag: Faber'sche Buchdruckerei, A. & R. Faber, 1899. p. 43.
Gedanken trüb' bedrücken
Auf einmal meinen Sinn;
Schwing' mich auf Rössleins Rücken,
Reit' durch das Stadtthor hin.
Das Haupt heb' in die Höh' ich,
Rings schweift das Auge mein,
Doch nur Cypressen seh' ich
Und einen Fichtenhain.
Es stehn von Dornenbüschen
Nicht wenige darin.
Ein Vogel lebt dazwischen:
Nachtschwalbe heisst man ihn.
Der Geist ist's, hört man sagen,
Des Kaisers Wang von Schuh.
Sein Schreien klingt wie Klagen,
Es tönet immerzu.
Gar dürftig sein Gefieder
Wie's Haar des Kahlkopf's ist;
So fliegt er auf und nieder
Und Holzameisen frisst.
Das ist einmal gewesen
Des Kaisers Majestät!
Es giebt kein ird'sches Wesen,
Das nicht zu Grunde geht!
Ich denk' an Tod und Leben
Und an Vergänglichkeit,
Und fühl' mein Herz erbeben
Vor namenlosem Leid.